Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 5 (1879)
- Issue
- 1 (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- Seite 103 (sequence 116)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/9616701-9617473-9617474--1537-9617585- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
103 stiegen zu dem Ewigen das Gebet: ״ ממעמר]ים ר;ראתיןזה׳Aus der Tiefe rufe ich zu dir, o Herr," daß du gnädig mich behütest, mich errettest vor des Todes Dräuen! Und sieh, Gott hat eure Stimme erhört, gnädig hat er euch geleitet bis zum heutigen Tage! Und nicht euch allein — auch unserm Vaterlande hat er voller Huld angedeihen lassen seinen Schutze seinen Kampf hat er geführet, hat zu Boden hingestreckt seine mächtigen Widersacher! Wer möchte da nicht sehen des Ewigen Waltung, wer da nicht erkennen, wie er regieret die Welt ‘t Darum lasset uns an dem ש' עירה, an dem durch das ״Dankeslied" ausgezeichneten Sabbathe preisend lobsingenunserm Erretter, dem ewigen Gotte Israels! ה׳איש מלחמה הש' ,שמו ״Der Ewige allein hat bestimmt des Kampfes Ausgang, denn die Allmacht gehöret ihm, sein ist die Gerechtigkeit!" Stets wollen wir preisen den Ewigen, lobsingen dem Gotte unsrer Väter. Amen! I. M. A.! Jenes alte Prophetenwort: אל תזכרו ראשונות ״ וקדמוניות אל תתבוננו ׳הנני עושה חדשה עתה תצמחNicht werdet ihr euch erinnern an das längst Vergangene, nicht mehr Nachdenken dem früher Geschehenen, denn siehe, Neues schaffe ich, jetzt blüht es. empor" — wie treffend schildert es des Denkenden Empfinden in unserer Zeit. Wohl fühlt er mit, so er in dem Gottesbuche liest von den Thaten und Wundern, die der Herr gethan für sein Volk, wohl ergreift es gewaltig sein Gemüth, wenn er vernimmt, wie auch in späteren Tagen der Ewige Israel errettet aus so manchen und so großen Gefahren — doch schwach nur ist solch Fühlen, gering nur das Empfinden — wenn wir's vergleichen mit dem Dankgefühte, das der entgegenträgt dem Ewigen, der seiner eigenen Rettung, seines eigenen Lebens wnnderbarer Erhaltung gedenket in der Stunde des Gebetes! Zu schwach sind alle Worte, solch ergreifendes Gefühl zu malen — es will empfunden, selbst gefühlet sein! Doch drängt die Frage uns sich auf, ist es genug, daß wir empfinden den Dank, den wir dem Herrn zu zollen haben? Haben unsrer