Mannheim
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187419241975
  1. 1878-01-01 · Editorial · p. [Seite 1]

    Israelitisches Homiletische Zeitschrift in Verbindung mit namhaften Predigern herausgegeben von Dr. M. Rchmr. iüaSBiner äec 8gm1gogcn~©emeimie zn üagdcßutg. Dierter Jahrgang. Leipzig. Robert Friese. 18^8.

  2. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 1

    I. Die Denksteine. predigt zum Iahresschkuß. Von Dr. Grone mann, Rabbiner zu Strasburg, W, P. M. a. Z.! Wir sind jetzt beinahe am Ausgange des alten Jahres angelangt; noch wenige Tage, und wir treten in die Hallen eines neuen Jahres. Ein je…

  3. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 2

    2 אל הארץ; אשר ה׳ א נותן לך והקימות לך אבנים גדולות ״An dem ganzen Tage, an welchem ihr über den Jordan gehen werdet in das Land, das der Ewige, dein Gott, dir giebt, da sollst du dir große Steine aufrichten. וכתבת?!להן את כל דברי התורה הזא…

  4. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 3

    3 denen Tage auf sein Gesammtleben wohlthätig eingewirkt, und daß es ihre guten Eindrücke bleibend in sich aufgenommen. Durch die Errichtung solcher Steine brachte es das Bewußtsein zum Ausdrucke, daß es der Vergangenheit Herrliche Gaben un…

  5. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 4

    aber des Geistes ist, worin sich das Unvergängliche ansprägt, der ewige Geist offenbart — das darf vom Crdenstaube nicht verschüttet und begraben werden, da heißt es: והקימות לך ״ אבנים גדולות ושדת אותם בשירDie wirklich großen Steine die so…

  6. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 5

    5 liche auch verachtungswerth ist, wer Ehrsurcht nur hegt vor den Gott Verehrenden, zu seinem eignen Nachtheil schwört und nicht ändert, sein Geld nicht verleiht in Wucher, Bestechung nicht nimmt zur Unterdrückung der Unschuldigen. ״ עושה א…

  7. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 6

    6 dem er ausrief: Der Fromme lebt in seiner אמונה" M. A.l Absichtlich lasse ich dieses Wort unübersetzt, denn es kann in unserer und auch kaum in einer andern Sprache nicht ganz richtig und entsprechend wiedergegeben werden. Man versteht ge…

  8. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 7

    7 ausgeschrieben, dann wirst du ein Land betreten, in dem du ein wahres Gottesgeschenk erblicken kannst, ein Land, welches fließt wie Milch und Honig, wie es der Gott deiner Väter dir verheißen, in dem Bäche des göttlichen Segens sich dir r…

  9. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 8

    8 ter hinauf, und immer deutlicher und leserlicher werden die Schriftzüge — wird da nicht endlich doch die Stimme seines Gewissens erwachen und ihn vom frevelhaften Beginnen zurückhalten müssen? So sollen denn auch wir die erhebenden Eindiü…

  10. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 9

    9 innern. Die ersten Tage sind lediglich ernsten Charakters; auf sie findet keine Anwendung das חציו לה׳ וחציו לכם ״die Hälfte für Gott, die Hälfte für euch", sondern ganz ge» hören sie Gott an, Ganz opfer sind es, die wir dem Herrn darbrin…

  11. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 10

    10 ten, so wird sich das Wort des großen Lehrers bewahrheiten r ״Alle Völker der Erde werden erkennen, daß der Name des Ewigen, deines Gottes, über dich genannt ist und dir Ehrfurcht entgegenbringen." Und daß dieser Ausspruch immer mehr sei…

  12. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 11

    wo es nicht selbst gestalten und lenken kann. Und was erstehen wir von unserm Vater? Leben, Leben für uns, Leben für unsere Gatten und Gattinnen, Leben für unsere Kinder, Leben für unsere Eltern, Geschwister und Verwandten, Leben für unsere…

  13. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 12

    12 Schauen wir zurück in der Zeiten Uranfänge, da die Welt entstand, die uns umgiebt, deren Theil wir selbst sind, ״ היום הרת עלםHeute ist ja auch die Geburtsstunde der Welt." Der Gott, der sie schuf aus sich, aus eigenem Willen, ohne Zwang…

  14. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 13

    13 Mörder schreckt und den Feigling zum Helden macht. Aber noch ein Zeugniß nimm aus eigner Brust! Der Gedanke, daß Gott das Leben liebt, er tönt uns wie ein bezaubernd Lied, er ist ein Wiederhall unserer tiefsten Wünsche, er trägt uns wie …

  15. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 14

    14 gegeben. Sei freundlich gegen den, der dich zu einer Wohlthat auffordert, unterstütze deine leidenden Brüder und wirf ihnen nicht hartherzig ihre Fehler vor. Saget, Brüder, Schweftern, geben wir i m m e r mit solchem Herzen, mit solchen …

  16. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 15

    15 bienfte und die Fehler aus demselben Gebiet, zählen die Irrungen, die Thorheiten, die Nichtigkeiten, die Unbillen, die mir erzeugt und gepflegt, hat die Zahl keine Grenze, wenn, wir messen die Zeit, die wir verloren mit irdischem Tand, m…

  17. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 16

    III. Ueujahrswünsche. Aredigl am5632. Vom Landrabbiner Dr. Placzek in Brünn. ״ מי האיש החפץ חיים אהב ימים לראות טובWer hat Wohlgefallen am Leben, wer liebt die Tage, das Gute zw schauen?" (Ps. 34, 13.) Diesen Mahn- und Weckruf des Psalmiste…

  18. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 17

    17 — ״ למעלה למשכילDem Vernünftigen, Weisen, ist der Lebensweg ein ansteigender," der Höhe, der Vollendung zu, doch dem Thörichten רנליה יהדות מות שאול צעדיה יתמכו (Spr. 5, 5) ״läuft der Lebensweg immer abwärts, dem Verfalle, der Verkommenh…

  19. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 18

    18 לבו נתתה לו וארשת שפתיו בל מנעת (Ps. 21, 3) ״daß der Allerbarmer Jedem das Verlangen seines Herzens gewähren könne und nicht versagen müsse, was seine Lippen begehren." I. ״Die flehenden Worte Davids: Gott gewähre dir, was dein Herz nur …

  20. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 19

    19 seinen bangen Ahnungen, fröstelnd, umweht von dem düstern Grauen der Hinfälligkeit, so sehnt man sich mit ganzer Seele in das sonnige Lächeln der goldenen Jugend, der frohen Kindheit wieder zurück. So geht es durch das ganze Dasein. Jede…