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Israelitisches Predigt-Magazin · 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 15

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
4 (1878)
Issue
1 (1878)
Date
1878-01-01
Page
Seite 15 (sequence 17)
Language
German
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15 bienfte und die Fehler aus demselben Gebiet, zählen die Irrungen, die Thorheiten, die Nichtigkeiten, die Unbillen, die mir erzeugt und gepflegt, hat die Zahl keine Grenze, wenn, wir messen die Zeit, die wir verloren mit irdischem Tand, messen die Kräfte, die wir auszubilden vergessen, wenn wir wägen die Schwere unserer guten Thaten und abziehen das Erz der Eitelkeit, die Schlacken der Selbsts ucht, den Staub der mächtigen Umstände und nur allein wägen das edle Metall der eignen, freien Gesinnung, wie klein wird das Gewicht! Und nun wäge Gottes Liebe, die wir empfangen, Gottes Gnade, die wir empfunden, du wirst deine Waage hochfliegen sehen, weil sie zu leicht. Darum, m. Th., um unsertwillen flehen wir nicht hier, auf unsere Tugend können wir nicht pochen mit solchen Ansprüchen nicht beten. מענך‘? Nicht um dessen, was wir gethan und erworben an sittlich-religiösem Werthe, sondern um dessen willen, was wir thun sollen, nicht um unseres Lohnes halber, sondern um des Zeugnisses für den göttlichen Schöpfer: ״um Gottes willen" erbeten wir uns das Leben, damit sein Wort der Liebe sich erfülle, sein Name gepriesen werde von Geschlecht zu Geschlecht, seine Wahrheit offen werde itnb ihm sich Alles unterwerfe. Das Leben, das wir erflehen, Gott zu weihen, das Leben nicht als Lohn, sondern als neue Gabe zu betrachten — das ist der Vorsatz, die Anschauung, die uns erfüllen sollen. Darum, m. Th., laßt uns beten, weil Gott ein Freund -es Lebens ist, laßt uns um Leben beten, aber um seines großen Namens willen, nicht schrecke uns der Tag des Ge- Achtes, nicht das Dunkel der Zukunst, denn Leben will auch Gott, ihm sollen, ihm wollen wir es weihen im« urerdar! Amen!

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