Mannheim
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  1. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 123

    verfehlt, den Zweck seines Lebens bat er verloren, seine Brust ist zerrissen, er ist zerfallen mit sich selbst. Korach nahm, 12222 er nahm sich selbst, er riß sich los, er trennte sich. Das that Korach, und solcher Korach gab es viele, und …

  2. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 124

    124 Familien, die in Armuth leben, was ihren Druck erst recht hart macht? Die Scham des falschen Ehrgeizes. Fraget den Verbrecher, was ihn in die Arme der Sünde geworfen? er wird euch oft, sehr oft zu anworten haben: der falsche Ehrgeiz. Fr…

  3. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 125

    …hath's, des Sohnes Levi's. So genau wird er uns bezeichnet, so genau sein Geschlechtsregister gegeben, aber ganz genau? Raschi macht uns hier aus ein Zweites aufmerksam, was uns dieser Satz andeuten will, und ganz vortrefflich. Es heißt ^2 P ^2, …

  4. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 126

    426 in unsrer Seele auf, in denen die Gestalt des Vaters und der Mutter wie höhere Wesen einherschreiten. Wohl uns dann, meine Freunde, wenn unser Herz bei dem Namen des Vaters ruhig bleibt, wenn wir uns sagen können: was er uns befahl, hab…

  5. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 127

    …r Mittagsseite in der Mitte, also dicht an dem Geschlechte Kehath. Und so ist denn hiermit unsre Frage beantwortet, und Raschi ruft mit Recht aus: ^18 22)"^ ''Idr Wehe dem Bösewicht und wehe seinem Nachbar! Korach und Dathan und Abiram und On war…

  6. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 128

    128 nachdrücklich vor dem Verführer, vor dem bösen Nachbar, der bösen Gesellschaft gewarnt. Denn der Theilnehmer an der That nimmt Theil an der Strafe, und wenn die Sünde des Verführers groß ist, die Sünde des Verführten ist nicht minder gr…

  7. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 129

    129 die Schrift sagt, waren: Fürsten der Gemeinde, Glieder der Rathsversammlung, Männer von Ansehn! Und wie Vieles, wie unendlich Vieles, enthalten die folgenden Verse — doch ich will schließen. Möge der Allgütige schon diesen einzigen Vers…

  8. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 130

    Air Klage. Predigt zu 282 NA'LN, dem Fasttage der Zerstörung Jerusalems, über Klagelieder Jeremiä Kap. 3. V. 22 u. 23. Groß wie das Meer ist deine Wunde, Israel! tKlgl. 2, >3.) Wie das Meer unendlich an Tiefe, unendli…

  9. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 131

    131 daß die Stäubchen weithin verfliegen: so streckte der eherne Römer den Arm aus, und ergriff Israel, und streuete es über die ganze Erde; und mit dem Schwerte, womit er die Erde bezwungen, hieb er die Wurzel ab und die Krone, daß nur der…

  10. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 132

    132 Ende: neu ist sie alle Morgen, und groß ist deine Treue. Der unendlichen Gnade des Herrn verdanken wir, daß Israel nicht vernichtet ist, jener Gnade, jener Barmherzigkeit, die nimmer zu Ende gebt, sondern neu ist jeglichen Morgen. Wenn …

  11. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 133

    erste Morgengruß Israels, da der Herr also zu Abraham sprach, als er ihm befahl, sein Vaterland zu verlassen. Das war das große (Werde!), aus dem Munde des Weltschöpfers bei der Schöpfung Israels gesprochen. Ein Heller, schöner, ungetrübter…

  12. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 134

    134 Morgen wieder dämmerte — nur die Gnade des Herrn war's, daß wir nicht vernichtet wurden. II. 27Y -QN1 N2-IN — Ihr hofftet auf viel, aber wenig geht in Erfüllung (Haggai 1, 6.) — Diese Worte des Herrn durch Haggai waren der Morgengruß de…

  13. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 135

    135 das ist Jerusalem, das Zion, das der Gipfel Morijah! wo sind die Altäre? wo weilen die Priester? was schweigen die Sänger? — wisse dann, eine Nacht stieg über diese untergegangenen Herrlichkeiten hinab, wie keine so finster, so dunkel ü…

  14. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 136

    136 Israels, die verschont geblieben von dem allgemeinen Drangsal : über Kind und Greis, über Frau und Mann, über Tugend und Laster, über Schönheit und Häßlichkeit fuhr gleicherweise der giftige Hauch allgemeiner Verstoßung aus dem Kreise d…

  15. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 137

    137 neten Preußenlande, zu Bürgern des Landes erklärt- und wenn die Scheidewand noch nicht ganz gefallen, wenn der Haß noch nicht völlig verloschen, wenn die Liebe nur noch selten erwacht, wenn die Hand, die die unsre gefaßt bat, nur noch h…

  16. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 138

    138 irdisch darum sein Schicksal. Wer rein ist, dem geschieht Reines. Was hätte Israel sein können, und was war es! Wir aber, die inne stehen, und nicht Herren der Vergangenheit, sondern Knechte der Gegenwart, und Arbeiter der Zukunst sind,…

  17. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 139

    i?/ fltzstD -. -<-), -.'..--ich:? .'?' Der Trost. Predigt zu ^N2 r^2'L über 5 B. Mos. K. 6. V. L. -r^ Eine Stimme ruft: predige! 8"M Ny NYLZ1, er sprach: was soll ich predigen? N^N"W2N^2 Alles Fleisch ist Gras! (Ies. L0, 6.) Herr!" Alles Fl…

  18. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 140

    140 ewiglich!-Meine Brüder, das ist das Wort, was ich euch heute zu predigen habe, nachdem wir diese Tage mit Fasten und Beten den Trauertag der Zerstörung Jerusalems gefeiert. Obschon Gras verdorrt, Blume welkt, alles Fleisch Gras ist, und…

  19. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 141

    dieses Erbtheil, dieses Besitzthum haben wir mit uns genommen in alle Welt, dieses Gut hat uns getröstet, und tröstet uns noch in jeglicher Gefahr; wenn die Sonne aufgeht und wenn sie niedergeht, habeil wir Dieses bei uns, ja wenn die Sonne…

  20. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 142

    1L2 noch; sank der Tempel in Trümmer, so dienen wir unserm Gotte noch, und unter allen Verhältnissen des Lebens können wir ausrufen: Höre, Israel, der Ewige, unser Gott, ist einig, einzig! I. Höre, Israel! Merk' auf, Israel, öffne dein Herz…