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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 141

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite 141 (sequence 163)
Language
German
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IRI
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dieses Erbtheil, dieses Besitzthum haben wir mit uns genommen in alle Welt, dieses Gut hat uns getröstet, und tröstet uns noch in jeglicher Gefahr; wenn die Sonne aufgeht und wenn sie niedergeht, habeil wir Dieses bei uns, ja wenn die Sonne zum letzten Male aufgeht, wenn sie von uns, oder wir von ihr ans immer scheiden, wenn der Tod unsere Lippen zu schließen im Begriffe ist, so haben wir Dieses bei uns: das brechende Auge schauet hierauf, die zitternden Lippen sprechen Dies aus, und die losgerissene Seele flieget gleichsam auf den Flügeln Dieses in's Jenseits — ich will es euch nennen, es ist ein einfacher Spruch, in der heutigen Sidra zu lesen: "INH 'N '71 Höre, Israel, der Ewige, unser Gott, ist ewig, einzig! Andächtige Gottesgemeinde! Dieser Spruch, den ihr so eben vernommen, ist die höchste Lehre unserer Religion, und darum der höchste Trost unserer Religion; täglich, früh und spät, sprechen wir ihn mehrere Male aus, der Sterbende spricht ihn als das letzte Wort, und hört ihn als den letzten Laut. Es war eine der letzten Lehren Mosis, darum haben wir sie nie vergessen, nie von uns gelassen. Und so lieget denn hierin der wahre Trost Jsrael's, und mit diesem Spruche im Munde, mit diesem Spruche im Herzen und im Geiste, erheben wir uns über die Güter der Erde, und öffnen unser Gemüth jeglichem Tröste. Was ist der Wechsel der irdischen Güter, ist doch da droben das einige Wesen, er gibt's, er nimmt's, er sei gepriesen! Wenn der Herr befiehlt, so gehet hin, Geliebte, freudig und gern, ihr kommet zum einzigen Wesen! — Und so lebe wohl, entferntes Stammland Israels, Palästina, mit deinen Bergen und Cedern und Reben, mit deinen Thälern und Fluren, wo da Milch und Honig fließt, — der Herr ist über uns überall, ein einiges, ewiges Wesen. Bist du uns verloren, so haben wir unfern Glauben doch

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