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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 126

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite 126 (sequence 148)
Language
German
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IRI
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426 in unsrer Seele auf, in denen die Gestalt des Vaters und der Mutter wie höhere Wesen einherschreiten. Wohl uns dann, meine Freunde, wenn unser Herz bei dem Namen des Vaters ruhig bleibt, wenn wir uns sagen können: was er uns befahl, habeil wir geübt, sein Wort haben wir nicht verlassen, seine Ehre komme zu uns, denn wir haben sie bewahrt in unserm Leben, wir haben den väterlichen Namen nicht mit Schande bedeckt, und seiner kann bei dem unsrigen wohl gedacht werden. Aber wenn die Erinnerung des Vaters nur die Erinnerung der verlorenen Unschuld ist, wenn sein Name wie ein Richterspruch, wie ein Verdammungsurtheil über uns genannt wird, wenn wir verlassen haben den Weg unsrer Väter, und ihm treulos geworden sind, dann freilich ist es besser, er wird nicht mit uns genannt, der Vatername, den wir von uns gestoßen! — Die väterliche Ehre, der wohlberühmte Name der Eltern ist das schönste Erbtheil, welches wir unfern Kindern zu hinterlassen vermögen. Darum heißt es im zweiten Gebote: Er gedenket der Sünde derVäter bis in's dritte und vierte Geschlecht, nämlich an denen die mich hassen, erzeiget aber Gnade bis in's tausendste Geschlecht denen, die mich lieben und meine Gebote beobachten. Denn den Kindern des gastfreundlichen Mannes öffnen sich die Pforten in der Nähe und Ferne, und dem Kinde des Wohlthätigen wird wohlgethan, und zum Sohne des Rechtschaffenen hat man Zutrauen. Aber wenn euch der Spruch entgegentönt: ist das der Sohn dessen? ist das die Tochter dessen? fürwahr! wenn das sein Vater wüßte! Das hat er bei seinen Eltern nicht vor sich gesehen! Sehet, meine Lieben, ich spreche mit euch, wie es im gewöhnlichen Leben gehört wird, es ist reine, lautere Wahrheit. So lasset uns wandeln auf den Wegen unsrer Eltern und Voreltern, auf den Wegen israelitischer Frömmigkeit, auf den Wegen der Tugend und Rechtlichkeit, des Friedens und der Liebe, auf daß der Segen unsrer Eltern auf uns ruhe, der uns wohlthut, auch wenn schon graues Haar

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