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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 128

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite 128 (sequence 150)
Language
German
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IRI
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128 nachdrücklich vor dem Verführer, vor dem bösen Nachbar, der bösen Gesellschaft gewarnt. Denn der Theilnehmer an der That nimmt Theil an der Strafe, und wenn die Sünde des Verführers groß ist, die Sünde des Verführten ist nicht minder groß. Denn dazu ward uns die Lehre Gottes, und die Stimme des Gewissens, und die Sprache der Vernunft, daß ste uns stark machen sollen, unser Ohr zu verschließen vor den Locktönen des Verführers, vor der einschmeichelnden Rede des Versuchers. Meine Freunde! wenn die Sünde uns naht und der Sünder, und hebt an seine Rede mit dem Lobe unser, und uusers Verdienstes und unserer Würde, und wie diese verkannt würden, und wie wir gebunden wären, anstatt frei zu sein, und wie wir geschmäht würden, anstatt geehrt zu sein— glaubet ihm nicht! Wehe dem Frevler und wehe seinem Nachbar. Denn des Menschen Herz ist leicht verführbar, und höret sich gern schmeicheln, und macht sich gern frei von den Banden der Religion und der Pflicht, wenn ihm ein Vortheil oder ein Genuß vorgehalten wird, und was ihm oft gezeigt und gesagt wird, davor verliert er leicht die Scham und ahmet es bald nach. Mancher hat den bösen Nachbar zur Seite, mancher in seinem eigenen Innern. Dagegen hilft nur Festigkeit und Stärke. Oft ist der Kampf schwer. Denn der Verführer kommt nicht nackt in seiner Blöße zu uns, sondern er bekleidet sich mit Ansehen, mit Würde, mit Wohlwollen gegen uns, er will nur Gutes thun, sagt er, er hat Mitleiden mit uns, heuchelt er, wir wären verloren, und er wolle uns retten! Alles dieses muß uns nicht blenden, nicht bestechen. Denken wir an Dathan, Abiram uud On — sie waren die Nachbaren Korachs, wurden die Nachbaren seines Frevels, und wurden seine Nachbaren im Schlunde der Erde. — Also spricht schon der erste Vers der Erzählung zu uns, andächtige Zuhörer, von dem falschen Ehrgeize, von dem Vergessen unsers väterlichen Namens und von der bösen Nachbarschaft und Gesellschaft. Diese waren die Urheber des Aufruhrs und des Unglücks Korach's und seiner Genossen, die doch, wie

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