Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1854
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 138 (sequence 160)
- Language
- German
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138 irdisch darum sein Schicksal. Wer rein ist, dem geschieht Reines. Was hätte Israel sein können, und was war es! Wir aber, die inne stehen, und nicht Herren der Vergangenheit, sondern Knechte der Gegenwart, und Arbeiter der Zukunst sind, an uns ist es, rein zu werden, damit Reines uns geschehe. Der Mensch ist zur Gottesfurcht gemacht, das ist das Reine; der Mensch ist zur Menschenliebe gemacht, das ist das Reine; der Mensch ist zur Selbftveredlung gemacht, das ist das Reine. Darum denkt nicht mehr des Vorigen, achtet nicht mehr auf die Vorzeit, insofern wir sündigten und gegen uns gesündigt ward, sondern denkt nur des Vorigen, achtet auf die Vorzeit, in so fern wir aus ihr die Gnade des Herrn, seine Barmherzigkeit, seine Treue erkennen, und daß heraufsteiget ein dritter Morgen, so der Herr will, ein Morgen der Gottesfurcht, ein Morgen der Menschenliebe, ein Morgen der Selbstveredlung. Ja, dann schmieden die Erdensöhne ihre Schwerter zu Karsten, ihre Speere zu Winzermessern, nicht mehr hebt Volk gegen Volk das Schwert, nicht üben sie fürder den Krieg. (Jes. 2, L.) Sondern Frieden wohnet in den Gauen der Menschen, in den Herzen der Menschen! Amen.