Mannheim
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  1. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 224

    224 seien, und der Tag de- Herrn und ein Leben des Herrn, ward uns klar an denselben. Aber nach den Tagen des Ernstes, nach den Tagen der Rene, des Fastens, des Kasteiens, kamen nun die Tage der Freude, die Tage der Fröhlichkeit, des Friede…

  2. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 225

    225 hinauf, das dritte Mal im Jahre, llnd sie zogen hinauf mit Sang und Saitenspiel, und mit den Gaben, die sie dem Herrn brachten, ein jeglicher nach seiner Habe, und nach dem Segen, den ibm der Herr verliehen. (2. B. Mos. Kap. 16. V. 18.)…

  3. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 226

    226 das Gerüste des Lulofs, dem Gerüste des menschlichen Körpers. Wir fühlen uns betroffen vielleicht, meine Freunde, im Anfänge, über diese Vergleichung, über diese Zusammenstellung mit den genannten Theilen des Körpers. Aber einen tiefen,…

  4. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 227

    227 ten feiern, nicht mit der wilden Freude der Begier, mit der unstäten Freude an Genüssen, wie der Talmud sagt in der Meß. Succ. glicht eine Freude, die blos dem Körper wohl thnt, sondern Und darum ward uns geboten, die Hadarftucht am Lau…

  5. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 228

    228 wie es uns anlächelt im zarten Kinde, das leuchtende Auge des guten Gewissens, das strahlende Auge dessen, der eine gute That gethan. Wir werden inne werden, das Auge ist der Spiegel der Seele, und die Unschuld, wenn sie in unserer Seel…

  6. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 229

    229 111. Und der Rabbi fährt fort: die Bach weide entspricht dem Munde. — Aus dem Munde, meine Freunde, fährt der Gedanke der Seele, gekleidet in den flüchtigen Hauch. Aber dieser flüchtige Hauch kann verwunden des Nächsten Herz, kann zerst…

  7. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 230

    230 Lippen; und wie durch den Mund sich ausspricht der Gedanke der Seele, und in Worten sich kund thut das Innerste unsers Gemüthes, so spreche sich auch aus durch unsere Thaten die Demnth unsers Herzens, und thue sich kund unsere Meinung d…

  8. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 231

    231 Palmzweig stellt hervor, wie ein Zepter, wie Maimonides sagt (Hil. Sncc.). Und der Palmbaum selbst raget hervor an Majestät und Höhe über alle Bäume des Waldes, selbst über die Ceder des Libanons, und sein Stamm steiget hinauf glatt und…

  9. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 232

    232 nicht grämen, und darf nicht weinen, und nicht tragen den Schmerz verborgen in den Falten des Herzens — denn vorüber sind die Tage der Buße, versöhnt sind wir durch den Tag der Versöhnung, und wir feiern ein Fest des Herrn, das Laubhütt…

  10. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 233

    233 ist denn dieses Wotmen in Laubhütten, meine Freunde, ein Sinnbild des menschlichen Erdenlebens. Nein! diese Erde ist kein ewiger Wolmplatz für uns, nicht für und für wandelt unsre unsterbliche Seele auf diesem Erdenrund, sondern wenn di…

  11. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 234

    das Gute und ernten die Freude, und bringen wir dem Herrn nicht mehr Gaben und Feueropfer, so können wir ihm doch darbringen gute Thaten und feurige Gebete, und ziehen wir nicht mehr hinauf nach Jerusalem, so gehet unser Weg doch durch Fröm…

  12. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 235

    m». Das wahre Glück. Predigt zum zweiten Tage des Laubhüttenfestes, über 3. B. Mos. K. 16, V. 13 — 17. Andächtige Gottesgemeinde! 2122 N2D 21^2 Am Tage des Glückes sei glück- «»r's'n^tzn nip? nr ris^s ne r>«. v; ndri n?-i und am bösen Tage …

  13. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 236

    2.^6 wechseln läßt mit bösen Tagen, ruft nns Salomo zu: In den Tagen des Glückes sreue dich des Glückes, in den bösen Tagen aber bedenke, daß auch diese Gott gemacht, und ertrage in dieser Zuversicht all' deine Geschicke, denn du weißt nich…

  14. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 237

    zungen, dieser Ruf begeistert alle Herzen, bringt alle Geister in Bewegung, erweckt alle Kräfte und Triebfedern. So lange der Athem steigt und fällt, so lange unter der Hülle der Brust das geängstigte Herz klopft, so lange das Auge sich in …

  15. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 238

    238 in jedem Werke deiner Hände: nur sei fröhlich! Dreimal im Jahre erscheine jeder Mann vor dem Ewigen deinem Gotte an dem Orte, den er wählen wird: am Fest des Ungesäuerten, am Wochenfeste und Feste der Hütten, und er erscheine vor dem Ew…

  16. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 239

    239 nicht vorenthalten! Bedenket ferner, daß jegliche Arbeit zu Ende geht, daß, was begonnen wird, auch vollendet werden kann, und daß die Stunde der Erholung und des Genusses desto süßer ist, je mühevoller die Arbeit gewesen. Bedenket endl…

  17. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 240

    2L0 Stunde der Noth zu der Arbeit ruft, und dann nur lästige Hände findet. — Darum, wie dieses Fest der Freude nur kommen soll, nachdem du eingesammelt von deiner Tenne und deiner Kelter, so bestehet auch das wahrhafte Glück nur in einem ar…

  18. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 241

    244 rechtes Glück wäre außen? Haft du dich müde gerungen, nicht in den Häusern des Weines, des Spieles und Scherzes, in deinem Hause findest du wahren Lohn und die wahrhafte Erquickung. Ist dir ein Glücksloos gefallen, unter den Deinen find…

  19. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 242

    2L2 Rechten hast, kann Witwe, und das Kind, das du an deinen Mund drückst, kann Waise werden? Also soll dein Knecht und deine Magd, und der Levit, und der Fremdling, und die Witwe und die Waise an deinem Glücke Theil nehmen: sei leutselig g…

  20. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 243

    243 dies groß oder gering sein, begnügt er sich mit seinem ganzen Loose, mag dies schwer oder leicht sein; dann isi er glücklich, dann kann er alles Glückes theilhaftig werden, dessen der Mensch fähig ist. Ueberbebt er sich aber dessen, erf…