Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1854
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 242 (sequence 264)
- Language
- German
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2L2 Rechten hast, kann Witwe, und das Kind, das du an deinen Mund drückst, kann Waise werden? Also soll dein Knecht und deine Magd, und der Levit, und der Fremdling, und die Witwe und die Waise an deinem Glücke Theil nehmen: sei leutselig gegen deine Diener und Mägde, sei dankbar und freundlich gegen den Leviten, d. i. in unfern Tagen gegen den Lehrer deiner Kinder und den Diener deines Gottes, nimm den Fremdling an deinem Tisch und in deinem Hause mit freundlichem Antlitz auf, sei den Witwen ein Beschützer, und ein Schirm den Waisen: dann wird dich das Gefühl des Glückes dnrchströmen, dein Bewußtsein wird dich zum Himmel erheben, und deine Seele wird ein Fest feiern, ein Fest der Freude und des Glückes. III. Wir fragen drittens: mit was sollen wir dieses Fest feiern? Unser Text antwortet uns: '^8! Ein Jeder mit der Gabe seiner Hand, 7^ nach dem Segen des Ewigen deines Gottes, welchen er dir gab. Die Gaben, die ein Jeder auf den Altar des Herrn niederlegen sollte, sie sollten nicht zu viel und nicht zu weuig, nicht über die Kräfte hinausgehen, und nicht darunter stehen. Und fragen wir also drittens, m. L., wodurch das Glück des Menschen bewirkt wird? so gibt uns das Fest zur Antwort: durch Genügsamkeit, durch das Festhalten des rechten Maßes. Gott, der den Menschen aus seiner Hand gleich an Werth und Würde hervorgehen ließ, hat in der Entwickelung der menschlichen Gesellschaft verschiedene Stände und verschiedene Stufen geschaffen. Bleibt nun auch der sittliche Werth aller Menschen als solcher immer gleich, so sind doch die Verhältnisse jedes Einzelnen verschieden. Und hiervon hängt das Glück des Menschen ab, hierdurch wird es allein bewirkt. Ist er zufrieden mit seinem Stande, mag dieser hoch oder niedrig sein, mit seinem Vermögen, mag