Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1854
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 238 (sequence 260)
- Language
- German
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238 in jedem Werke deiner Hände: nur sei fröhlich! Dreimal im Jahre erscheine jeder Mann vor dem Ewigen deinem Gotte an dem Orte, den er wählen wird: am Fest des Ungesäuerten, am Wochenfeste und Feste der Hütten, und er erscheine vor dem Ewigen nicht leer. Ein Jeder mit der Gabe seiner Hand, nach dem Segen des Ewigen deines Gottes, den er dir verliehen." L. Die erste Frage, gel. Zuh., die wir aufwersen können, wäre: wann sollen wir also.dieses Freudenfest feiern? Die Antwort lautet: wenn du eingesammelt von deiner Tenne und von deiner Kelter. Wenn du vollendest deine Arbeiten und deine Mühen, wenn du von deinen Feldern dein Getreide, von deinen Weinbergen deine Trauben sammelst und in dein Obdach bringst, dann sollst du das Fest der Laubhütten, das Fest der Freude feiern. Und wenn wir also zuerst frugen: worin besteht das wahrhafte Glück des Menschen? so gibt uns dies Fest zur Antwort: in einem arbeitsvollen, thätigen Leben! Nicht das Leben des Müßiggängers, nicht dessen, der in Untätigkeit seine Tage nur nach den Stunden des faulen Wohllebens zählt, ist glücklich! — Klaget nicht, l. Bpider, daß des Menschen Leben voller Mühen und Beschwerden ist, wenn unter der Last des Tages der Schweiß von der Stirn rollt, wenn ein Tag nach dem andern seine Arbeit und Bürde bringt, und in diesem Kreise der Anstrengungen das Leben verfließet. Bedenket zuvörderst, daß dies die ganz besondere Bestimmung des Menschen ist — o, es kommt die Ruhe, es kommt einst eine lange Ruhe nach der kurzen Zahl der Arbeitstage: aber wie ganz anders wird der in das Gefilde dieser seligen Ruhe eintreten, der sich sagen kann: ich habe nicht nutzlos, nicht wirkungslos dieses Leben verbracht, sondern habe gestrebt und genützt, habe mich bemüht und gerungen, und nun wird der Herr den Preis meiner Mübe mir