Mannheim
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18381843
  1. 1842-03-01 · 3 (3.1842) · p. Seite 72

    7» Dir nrstvriamschtn Ehristen. Fehde mit ihrm kurdischen Rachbarn, wenn sie mit ihren Heerden in deren Rahe weiden. Ein Vorfall dieser Art hatte sich kürzlich ereignet. Während die Heerden des hiesigen Dorfes an der einen Seite des Berges …

  2. 1842-03-01 · 3 (3.1842) · p. Seite 73

    Ci« ne-oriamsch«n Ehriften. 73 Orte Schumba. Ueber die erste Höhenrnhe kamen wir hinweg ohne vom Maulthiere zu steigen, die zweite Berg, reihe war aber sehr steil und hoch und kostete mich einen langen und mühsamen Gang. Oben kamen wir über…

  3. 1842-03-01 · 3 (3.1842) · p. Seite 74

    74 Di« neßoridniidxn Ehristen. Arbeitszweckes willen es ohne Zweifel nöthig fein, daß man sich an die Wanderungen der Neston'aner anschließe, wenn sie nach ihren Zozan oder sommerlichen Bergweiden ziehen. Solch ein Leben führte auch der lie…

  4. 1842-03-01 · 3 (3.1842) · p. Seite 75

    Di« ne-onanischen Ehristen. 75 wurden jedoch meine Arzneien, der kostbarste Theil mei» ner Habe, nicht beschädigt. Ich selbst mußte auf einem langen, nackten Baumstamm, welcher die Stelle eines StegS versah, über das Wasser gehen. Die ganze…

  5. 1842-03-01 · 3 (3.1842) · p. Seite 76

    76 Bit atft»n>«i>schen Ehristtn. Kirchen eine Zufluchtsstätte findet. Eine gewöhnliche, aber strenge Strafe ist die von dem Patriarchen verhängte Ausschließung von der Kirche und selbst von dem Verkehr mit den Menschen; weßhalb dieser Bann …

  6. 1842-03-01 · 3 (3.1842) · p. Seite 77

    Di» nr-orianischen Lhristrn. 77 den, welche Brüder waren, befanden sich gerade ab« wesend. Der andere Knabe wehrte seinem Letter und erklärte ihm, der Baum gehöre seinem Later. Dieser ließ jedoch von seinem Borhaben nicht ab, und der andere…

  7. 1842-03-01 · 3 (3.1842) · p. Seite 78

    78 Di« neftvriamschtn Ehristen. hätten, mit denen sie unter dem Wasser fahren, und solche, die sie vor den Feinden unsichtbar machen könnten. Sein Verlangen nach Belehrung freute mich sehr, und ich hoffe, wir sind bald im Stande, dem Verlan…

  8. 1842-03-01 · 3 (3.1842) · p. Seite 79

    Dir neftvrianischen Ehristen. 7V war eine Schwester des Patriarchen gewesen und ein Muster weiblicher Erziehung und Bildung. Sie stand einzig da unter den Restorianern, und soll einen sehr «ohlthätigen Einfluß auf ihre Landsleute grübt habe…

  9. 1842-03-01 · 3 (3.1842) · p. Seite 80

    80 Di« nestoriantschen Ehriften. Rücke« meine- Knechts; er trägt dich unversehrt hin« über.» Ich;og aber doch vor, mich meinen eigenen Füßen anzuvertrauen, und kam in der That über diesen und noch zwei andere ähnliche Stege glücklich hinübe…

  10. 1842-03-01 · 3 (3.1842) · p. Seite 81

    Die nesivrianischen Ehnften. 81 Seiten von fast senkrecht aufsteigenden Felswänden, gleich gigantischen Mauern eingeengt ist. Da wo die Berge ein wenig vom Flusse zurücktreten, so daß Raum für den Anbau entsteht, ruhen auch freundliche Dörf…

  11. 1842-03-01 · 3 (3.1842) · p. Seite 82

    89 Di« nrfioriamschrn Ehriften. um die er sich die nothwendigsten Kleidungsstücke anschaffte und dann wieder in seine Berge zurückkehrte. Seitdem hatte ich kaum je wieder an meinen armen Patienten gedacht unter den Tausenden, die bei mir Hü…

  12. 1842-03-01 · 3 (3.1842) · p. Seite 83

    „ O>« »estvriunische« Ehristen. gz de« Schreck so leiden würde, daß es in einem Lage mager, und so dünn werden müßte als eine Messerklinge. — An den engern Stellen der Straße ist Vorsicht nöthig, daß nicht Pferde einander begegnen, und es s…

  13. 1842-03-01 · 3 (3.1842) · p. Seite 84

    84 Dir nestvrianischen Christen. rianischen Kirche hieß mich herzlich willkommen, aber ohne jenen Strom nichtssagender Complimente und übertriebener Freudenbezeugnngen, die den Persern so geläufig find. Er äußerte, er habe schon sehr lange …

  14. 1842-03-01 · 3 (3.1842) · p. Seite 85

    Dir neAorianischen Ehriftrn. »» aufrecht zu erhalten und ihre Streitigkeiten beizulegen, ist eine Aufgabe, deren Lösung der Weisheit und der Ausdauer des größten Staatsmannes Ehre machen würde. Ich konnte bald bemerken, wie die zeitlichen A…

  15. 1842-03-01 · 3 (3.1842) · p. Seite 86

    8« Die »«-vnanischeu Ehrisien. der andern Seite seinen eigenen -euren auch Recht schaffen mußte. Rach reifer Ueberlegung und gründlicher Untersuchung der Sache gab der Patriarch seinen Ent, scheid endlich dahin: da seine Leute die gefangene…

  16. 1842-03-01 · 3 (3.1842) · p. Seite 87

    Die negvriamschen Ehrigen. sten Bergen bleibt der Schnee durch alle Jahreszeiten in Massen liegen, aber auf keinem Gipfel in dieser Ge, gend hält er sich das ganze Jahr. Unter der Menge von Kranken, die während meines Aufenthalts bei dem Pa…

  17. 1842-03-01 · 3 (3.1842) · p. Seite 88

    88 Die nestorianischen Christen. Anstatt den langen und mühsamen Weg, den ich gekommen, bei meiner Rückkehr noch einmal zu machen, beschloß ich nach reifer Ueberlcgung die Reise nach Urumiah über Salmas durch das Gebiet der Hakary« Kurden z…

  18. 1842-03-01 · 3 (3.1842) · p. Seite 89

    Die nestonamschen Christen. S» gischer Hinsicht sehr interessante Gegend durchwanderte, so hob ich doch kaum ein einziges Bruchstück auf, aus Besorgniß die Kurden könnten meinen, ich sei mit Nebenabsicht gekommen ihr Land auszuspähen, wie s…

  19. 1842-03-01 · 3 (3.1842) · p. Seite 90

    Olt Nkstonamschen Eheisten. •0 läng« brm Ufer des Zab hinreiste. Es zeigte sich mir aber nichts von Räubern, und ich gelangte ohne Hin» derniß nach dem wohl befestigten Schlosse des Häupt» lings, welches aus großer Entfernung von der Fels»,…

  20. 1842-03-01 · 3 (3.1842) · p. Seite 91

    Die nestonamscheu Eheifieu. »I wie man versichert, auf Befehl eben dieses blutdürstigen Häuptlings ermordet worden ist. Mein Tod und Leben hing an seinem Willen, und ich wußte, daß ich ganz in seiner Gewalt mich befinde; ich fühlte aber auc…