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Das Morgenland · 1842-03-01 · 3 (3.1842) · p. Seite 80

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
5 (1842)
Issue
3 (3.1842)
Date
1842-03-01
Page
Seite 80 (sequence 16)
Language
German
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80 Di« nestoriantschen Ehriften. Rücke« meine- Knechts; er trägt dich unversehrt hin« über.» Ich;og aber doch vor, mich meinen eigenen Füßen anzuvertrauen, und kam in der That über diesen und noch zwei andere ähnliche Stege glücklich hinüber, obschon dieselben fürchterlich schwankten. Die Maulthiere konnten nicht hinübergebracht «erden und ein großer Theil des Wegs, den ich nun längs dem steilen Flußufer zu machen hatte, war für sie ungangbar. Es blieb mir also nichts übrig als meine Reise zu Fuße fortzusetzen. Wohl gab enoch einen andern Weg, aber dieser hätte mich durch das Gebiet der unabhängigen Kurden geführt, welches ich aus guten Gründen lieber vermied. Zwei handfeste Bergbewohner begleiteten mich und ttugen mein Gepäck und meine Arzneien; auch der junge Diacon, der von Duri aus mit mir gereist, war noch von der Gesellschaft. Wir waren in allem unser sechs und bildeten zusammen eine so vergnügliche Reisekaravane als je eine auf diesen wilden Ziegenpfaden längs den felsigen Höhen mag hingezogen sein. Von Zeit zu Zeit traf uns ein leichter Regenschauer; meine härenen Socken waren daher bald durchnäßt, und ich «änderte den ganzen Tag mit kalten und nassen Füßen, jedoch mit fteudigem Herzen. Rach allen Richtungen war die Aussicht von wilden Felsgebirgen versperrt, deren Wände mit Wolkenbänken umlagert waren, oberhalb welcher die schneebekleideten Gipfel ihre weißen Häupter im blendenden Glanze der Sonne emporhoben. Da und dort waren die Bergwände mit einzelnen Baumgruppen besetzt, die in diesen Gegenden schon den Namen eines Waldes erhalten, wo oft ganze Tage lang das Auge des Reisen, den durch den Anblick keines einzigen Baumes erquickt wird. Tief unter mir brauste der angeschwollene Wald, ström über sein felsige- Bette dahin, daoft zu beiden

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