Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 3 (3.1842)
- Date
- 1842-03-01
- Page
- Seite 83 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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„ O>« »estvriunische« Ehristen. gz de« Schreck so leiden würde, daß es in einem Lage mager, und so dünn werden müßte als eine Messerklinge. — An den engern Stellen der Straße ist Vorsicht nöthig, daß nicht Pferde einander begegnen, und es sollen, wenn diese vernachlässigt wurde, unglückliche Zufälle sich begeben haben. Der Patriarch hatte meine Ankunft vernommen und sandte mir ein Pferd mit einigen seiner Leute entgegen, um mich nach seiner Wohnung zu geleiten, welche hoch oben am Berge steht. Wir blieben in nordöstlicher Richtung bis wir seinen Wohnsitz zu Gesicht bekamen. Hier mußten wir wieder rechts über den Fluß setzen. Ein kurdisches Schloß, der Sommeraufenthalt des Suleiman« Bey, zweiten Häuptlings der Hakarp-Stämme, steht auf einer Anhöhe und beherrscht die Brücke, von der aus die Behausung des Patriarchen, in einer Entfernung von wenig mehr als einer halben Meile deutlich sichtbar ist. Ein Trupp Kurden, die uns begegneten, eraminirte mich sehr genau, legte mir aber kein Hinderniß in den Weg. AlS wir näher kamen, sah ich wie der Patriarch aus dem Fenster durch ein kleines Fernglas blickte, um seinen fremden Besuch aus der neuen Welt ansichtig zu werden. Rach den Vorstellungen dieser Leute ist die Erde eine große ebene Scheibe, welche der Ocean umfließt. In demselben bewegt sich der Leviathan herum, und bewirkt, indem er daS Wasser in Bewegung erhält, daß eS nicht durch stillestehn in Fäulni'ß übergeht. Dieser Leviathan ist aber so schrecklich groß, daß rund um die Erde herum sein Anfang und sein Ende, Kopf und Schwanz, in unmittelbare Nähe kommen. Wie ich nun trotz dieses Ungeheuers glücklich über den Ocean hinübergekommen sei, war diesen guten Leuten ganz unbegreiflich. Bald nach Mittag hatte ich die Wohnung deS Patriarchen erreicht. Das geistliche Oberhaupt der nesto«