Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 3 (3.1842)
- Date
- 1842-03-01
- Page
- Seite 89 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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Die nestonamschen Christen. S» gischer Hinsicht sehr interessante Gegend durchwanderte, so hob ich doch kaum ein einziges Bruchstück auf, aus Besorgniß die Kurden könnten meinen, ich sei mit Nebenabsicht gekommen ihr Land auszuspähen, wie sie Schulz Schuld gegeben. Ich hütete mich auch, öffentlich Bemerkungen aufzuschreiben, wie er gethan, und unterließ es meinen Compaß zu beobachten. Nachdem alle Vorsichtsmaßregeln getroffen waren, schickte ich mich zur Abreise an. Der Abschied von dem Patriarchen war acht orientalisch. Er beschenkte mich mit einem Paar scharlachener, mit Silber besetzter Schal« wars, oder weiter Hosen, wie sie hier getragen werden, und einer alten Handschrift auS seiner Bibliothek. Es ist ein Neues Testament auf Pergament geschrieben vor 740 Jahren, und zwar im alten Estrangelo»Eharakter. Seine geliebte Schwester Helena versah uns mit einem" Vorrath von Lebensmitteln auf wohl eine Woche, und übergab mir ein Paar Handschuhe, die sie selber gestrickt aus dem weichen Ziegenhaar jener Gegend. Zum Schluffe wurden tausend Segenswünsche von dem Patriarchen über mein Haupt ausgesprochen, mit dem heißen Wunsche, ich möchte bald zurückkehren, verstärkt durch Mitarbeiter, und in diesen Bergen ein Werk beginnen, wie dasjenige das wir auf der Ebene unternommen. Unser Abschiedsmahl war beendigt, wir umarmten uns, und ich machte mich auf den Weg nach dem Wohnsitze des Nurulah»Bey, des berüchtigten Häuptlingder unabhängigen Hakary-Kurden. Er hatte sich von dem Schlosse in Djulamerk, der Hauptstadt, wegbegeben und lebte jetzt auf dem Schlosse Basch«Kalleh, fast zwei Tagreisen von dem Wohnsitze deS Patriarchen entfernt. Eine Nachricht, daß sich Räuber, auf der Straße ge, zeigt hätten, verursachte einige Unruhe, während ich