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Das Morgenland · 1842-03-01 · 3 (3.1842) · p. Seite 81

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
5 (1842)
Issue
3 (3.1842)
Date
1842-03-01
Page
Seite 81 (sequence 17)
Language
German
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Die nesivrianischen Ehnften. 81 Seiten von fast senkrecht aufsteigenden Felswänden, gleich gigantischen Mauern eingeengt ist. Da wo die Berge ein wenig vom Flusse zurücktreten, so daß Raum für den Anbau entsteht, ruhen auch freundliche Dörfer zwischen grünenden Gärten und Weinbergen. Stellenweise aber drängen sich die Berge so steil vor, daß sie den Reisenden am Mittage beschatten, und er unwillkührlich mit der Hand sich an den Fels stützt, wenn er die schmälsten Stellen betteten muß. Die Nacht vom 24. auf den 25. Oktober verbrachte ich bei den Nestorianern in Bemeriga. Ich erhielt hier ein Paar härene Socken, wie man sie in diesen Gegenden trägt, in Austausch gegen Arznei, nachdem man sich geweigert von mir Geld dafür anzunchmen. Obschon ich meine ärztlichen Hülfeleistungen alle durchaus uuentgeld« lich gewährte, so wurde dadurch doch oft meine Reiseiausgabe bedeutend vermindert. Die hier gangbare Münze ist die kleine türkische Scheidemünze, die in Bagdad geschlagen wird. Persisches Geld sieht man hier selten. Am Abend des 25. Oktober erreichte ich Kcrm, ganz erschöpft durch einen Marsch von zehn langen Stunden, und wurde sogleich erkannt und bewillkommt von einem Nestorianer deS Ortes, als ein alter Bekannter. Er erzählte mir zu meiner großen Ueberraschung, er habe mich in Urumlah gesehen, und Arznei und andere Unterstützung von mir erhalten, da er krank und hülflos war. Er hatte mich vor mehr als zwei Jabren besucht mit einer Krankheit, von der ich wenige Hoffnung hatte, ihn befreien zu können. Da ich erfuhr, daß er aus großer Ferne hergckommen, hatte ich Mitleid mit ihm gehabt, und ihn mit Arzneien und geeignetem Rathe so gut versorgt als mir möglich, auch gab ich ihm eine kleine Geldsumme, öunilcr Jahr-. (I

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