Mannheim
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18381843
  1. 1838-11-01 · 9/10 (11.1838) · p. Seite 258

    …ungen sie hinderten, in ihren neuen Wohnorten zu einem geordneten Leben zu gelangen. Gegen diese falschen Tröster legte Jeremia Zeugniß ab, und ermahnte das irre geleitete Volk:. Suchet der Stadt Bestes dahin ich euch habe lassen wegführen, und be…

  2. 1838-11-01 · 9/10 (11.1838) · p. Seite 259

    959 zu betrachten haben. Jndeß ist es merkwürdig, daß der Zeitraum, welcher vom Anfang der Gefangenschaft bis zu ihrem Ende sich erstreckt, genau 70 Jabre beträgt, da nach der Berechnung der bewährtesten Chronologen, der erste Feldzug Nebuk…

  3. 1838-11-01 · 9/10 (11.1838) · p. Seite 260

    160 obcrt und der letztgenannte König vom mcdischen Stamme herrschte nun über das gestürzte Reich der Chaldäer. Nachdem auf diese Weise die Erfüllung der göttlichen Worte bereits angefangen hatte, so blieb jetzt, nach dem Sturze der feindli…

  4. 1838-11-01 · 9/10 (11.1838) · p. Seite 261

    *01 der Zeit an, so ausgehet der Befehl, daß Jerusalem soll wiederum gebauct werden, bis auf Christum, den Fürsten, sind sieben Wochen und zwei und sechzig Wochen, so werden die Gassen und Mauern wieder gcbanct werden, wiewohl in kümmerlich…

  5. 1838-11-01 · 9/10 (11.1838) · p. Seite 262

    …es erlösenden Gottes sichtbare Nähe den neu erstandenen Tempel verherrlichen. Vieles was die Propheten und nament, lich Jesaja gesagt, und das sich theils auf die geistige Herrlichkeit des Reiches Jesit bezieht, theils auf die noch nicht eingette…

  6. 1838-11-01 · 9/10 (11.1838) · p. Seite 263

    phetischer Sprache, siebenzig Wochen müßten vorher noch über dem Volke auslaufen. Aber auch dann, wenn der er« wartete Gesalbte und Fürst erscheine, so beginne damit noch nicht dessen herrliches Reich; vielmehr werde er » ausgerottetwerden,…

  7. 1838-11-01 · 9/10 (11.1838) · p. Seite 264

    Ja, für die Israeliten alter Zeiten, und bis ans den heutigen Tag, liegt eben in dieser Weissagung die bedeutsame göttliche Antwort auf die schmerzliche Frage: warum von Jahrhundert zu Jahrhundert der Schutt ZionS unangerührt liegen bleibe,…

  8. 1838-11-01 · 9/10 (11.1838) · p. Seite 265

    1 *«5 i Das Ziel, dessen Erreichung in mehrcrn Sätzen bezeichnet wird als die schließliche Versöhnung aller Schuld, als die Vollendung aller bisherigen Weissagungen und als die Aufstellung eines neuen Heiligthnms, ist offenbar kein anderes,…

  9. 1838-11-01 · 9/10 (11.1838) · p. Seite 266

    sagt dieser Vers: das Heil des Messias kommt sür Israel nach Berfiuß von siebenzig Wochen. Was sagt aber die Zeitbestimmung von siebenzig Wochen? Daß hierunter nicht eigentliche Wochen von sieben Tagen zu verstehen, sondern dieses prophetis…

  10. 1838-11-01 · 9/10 (11.1838) · p. Seite 267

    m Hierauf ist zuerst dasselbe zu antworten, was wir schon obm bei Anlaß der von Jcrcmia angegebenen sie» benzig Jahren bemerkt haben. Würde nämlich die Weis» sagung an und für sich selbst, der Sache nach, in Gr» füllung gegangen sein, es wä…

  11. 1838-11-01 · 9/10 (11.1838) · p. Seite 268

    Nehmen wir aber die 70 Wochen, wie es von jeher geschehen ist, so, daß eine Woche zu 7 Jahren gerechnet ist, so wird bis zu dem Ziele hin, da das Heil des Messias werde gegründet sein, dem Daniel eine Frist genannt von 7 mal 70 oder 490 Jah…

  12. 1838-11-01 · 9/10 (11.1838) · p. Seite 269

    <00 gelten Buche für diejenigen, welche nur ein Auge haben für das Aeußere und Oberflächliche, denn weil sie das Wesen der Sache nicht zu fassen vermögen und nur das erkennen was zunächst in die Sinne fällt, so wissen sic auch nicht wie sie…

  13. 1838-11-01 · 9/10 (11.1838) · p. Seite 270

    370 gen nicht zu beschranken. Denn wo bliebe die Verant» Wörtlichkeit der Menschen, wo alle lebendige Bewegung derselben, wo sogar Muth, Hoffnung und Glück, wenn die unabänderlichen Rathschlüffe des Ewigen in unver, hüllten Zügen uns vor di…

  14. 1838-11-01 · 9/10 (11.1838) · p. Seite 271

    971 fehle eines irdischen, heidnischen Königes die Rede, und will vielleicht die Weissagung unsers Verses sagen, der Anfangspunkt der siebenzig Wochen sei dann gegeben, wenn von dem Allerhöchsten der Befehl ausgehe, daß Jerusalem wieder her…

  15. 1838-11-01 · 9/10 (11.1838) · p. Seite 272

    272 Sodann redrt der Trrt nicht von der Wiederherstellung des Tempels, sondern der Stadt mit Mauern und Graben. Ob man dieses letztre buchstäblich nehme oder nicht, so bleibt doch in allwege, daß dieser Text nichts enthalte von der Herstell…

  16. 1838-11-01 · 9/10 (11.1838) · p. Seite 273

    273 dessen Dienst, aber von dem Ausbau Jerusalems als einer festen Stadt ist keine Rede dann, und Eöra selbst preist Gott nur dafür, daß er dem Könige eingegeben habe, daß er daS Haus des HErrn zu Jerusalem zierete (Vers 27.). Jerusalem sel…

  17. 1838-11-01 · 9/10 (11.1838) · p. Seite 274

    274 wiedtr ansässigen JSraeliten durchs Loos mußte de, stimmt werden, ihre Wohnung in die Stadt zu verlegen (Cap. 11, 1.). Diese Thatsache nun, daß der eigentliche Aufbau Jerusalems unter Nehemia fällt, ist von einigen Auslegern benützt wor…

  18. 1838-11-01 · 9/10 (11.1838) · p. Seite 275

    *75 unter welchem Jerusalem durch Nehemia mit Mauern ist versehen worden. Und soviel steht inallewege fest, mag man nun das zwanzigste Jahr des Artarerres als das Jahr 444 oder 455 ansehen. Tritt man dieser Ansicht bei, so ergibt sich für d…

  19. 1838-11-01 · 9/10 (11.1838) · p. Seite 276

    270 und so treffen auch die äußerlichen Arbeiten des Nehemia und daS geistige Werk des Esra ungefähr auf einen Zeitpunkt zusammen, welcher als der Anfangspunkt der siebenzig Wochen anzusehen ist. Wollte man einwenden, die bestimmte Bezeichn…

  20. 1838-11-01 · 9/10 (11.1838) · p. Seite 277

    *77 Jcrusalcms *), und somit alS Anfang der siebeuzig Wochen wir die Zeit setzen, wo Esra seine reformatorische THLtigkeit begann. Dieser Zeitpunkt den wir oben (Seite 270> als den fünften bezekchneten, fallt nach der gewöhnlichen Rechnung …