Mannheim
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18381843
  1. 1838-10-01 · 7/8 (10.1838) · p. Seite 238

    238 und und erklären, daß sie es nicht wagen könnten, »ns weiter zn begleiten. Auf unsere Anfrage: warum sie nicht weiter mitgehn wollten? erhielten wir die Antwort: daß in der Ebene am Jordan nnd in der Nähe des todten Sees so viele arabis…

  2. 1838-10-01 · 7/8 (10.1838) · p. Seite 239

    33V wilde» Blicke bald hieher, bald dorthin warf. Da wan, delte unö eine Furcht an; wir verließen den Weg und gingen seitwärts in die Gebirge, in welchen wir sicherer z» sein gedachten. DaS Gebirge war steil «nd hoch, so daß wir glaub, ten …

  3. 1838-10-01 · 7/8 (10.1838) · p. Seite 240

    340 Da ermahnte ich meinen Gefährten, etwas Speise zu sich zu nehmen; aber er schlug meine Ermahnungen aus, und versicherte, keinen Bissen zu essen, bevor er sich im Jordan gebadet hätte. So wichtig war mir nun freilich dieses Baden nicht, …

  4. 1838-10-01 · 7/8 (10.1838) · p. Seite 241

    tu dieser Gegend? Wo habt ihr euer Geld?" — das waren ungefähr die Ausdrücke, die wir verstehen konnten. Wir gaben das letzte Geld hin, welches wir in unfern Taschen hatten; doch auch damit waren sie nicht zufrieden, sondern einer von den W…

  5. 1838-10-01 · 7/8 (10.1838) · p. Seite 242

    941 Ich hatte während dieser Zeit die Iordangegend recht scharf in's Auge gefaßt, und nachfolgende Resultate ge, funden: daß die Breite der Ebene, welche der Jordan durchströmt, über eine deutsche Meile beträgt, und daß die Fruchtbarkeit de…

  6. 1838-10-01 · 7/8 (10.1838) · p. Seite 243

    243 §1ne Heerde von Kameelcn, die wir nach einiger Zeit erblickten, machte eS uns deutlich, daß die räuberischen Araber außer ihren Diebereien auch Viehzucht betreiben, und dadurch gleichsam das Privilegium hier wohnen zu dürfen, aufrecht z…

  7. 1838-10-01 · 7/8 (10.1838) · p. Seite 244

    »44 ich freute mich sehr, daß ich der fluten Frau das uns so kräftig labende Wasser bezahlen konnte. Es mochten aber die betbett Leutlcin niemals einen europäischen Anzug gesehen haben, darum staunten sie uns mit einer solchen Verwunderung …

  8. 1838-10-01 · 7/8 (10.1838) · p. Seite 245

    sie auf, uns nach Jerusalem zu begleiten, wo wir Geld hätten; doch davon wollten sie nichts hören, sondern quälten uns wohl zwei Stunden lang, bis sie endlich des ver, geblichen Quälens müde wurden, und sich entfernten. Auf eine doppelte We…

  9. 1838-10-01 · 7/8 (10.1838) · p. Seite 246

    Endlich fanden wir einen Ort, wo cs «ins möglich wurde, über den wilden Bach zu kommen, und nachdem wir durch sei« köstlich schmeckendes Wasser unfern brennenden Durst gelöscht hatten, begannen wir unser mühsames und gefährliches Klettern ü…

  10. 1838-10-01 · 7/8 (10.1838) · p. Seite 247

    347 suchung oder Quarantania, *) in dem uns gegenüber jmseit des tobten Sees liegenden Gebirge aber, das Gebirge Abarim. **) Den Ort, wo wir gestern von den Räubern überfallen worden waren, konnten wir deutlich sehen, und es bemächtigte sic…

  11. 1838-10-01 · 7/8 (10.1838) · p. Seite 248

    348 sondern erwählten einen Punkt, der unö zum Ueberkletteru möglich schien, und obgleich dieses Klettern äußerst ge, fahrvoll war, so gelang eS uns doch, über diese steile Höhe glücklich hinüberzukommen, und wir fanden auf der andern Seite…

  12. 1838-10-01 · 7/8 (10.1838) · p. Seite 249

    94» nicht mehr fand, und alle? Sucht»» und Nufciis uugcacht ihn in dem weitläufigen Thalc nicht wieder auffinden konnte. Unter tausend bangen Vorstellungen ging ich wohl über zwei Stunden auf und ab, nnd mußte endlich die Hoffnung, ihn in d…

  13. 1838-10-01 · 7/8 (10.1838) · p. Seite 250

    250 bcfandrn wir uns vor drm Thore Jerusalems, welches nach Damast führt. Sofort ging ich in ein Kaffeehaus und wechselte einen Dukaten aus, damit ich meinen Begleitern daS Brod und die Feigen bezahlen, und ihneir auch ein Trinkgeld geben k…

  14. 1838-10-01 · 7/8 (10.1838) · p. Seite 251

    r 251 Der Friede mit den Drusen. Wir'haben in dem Hefte vom Monat Juli (S. 76 ff. und S. 90 ff.) unsere Leser etwabekannt gemacht mit dem merkwürdigen Volke der Drusen und ihrem Freihcitskämpfe gegen Ibrahim Pascha, den Sohn de- Vicekönigs …

  15. 1838-10-01 · 7/8 (10.1838) · p. Seite 252

    rsr Der Krieg ist geendigt. Der Aufstand der Drusen, der uns eine Zcitlang fürchten ließ, daß der Stern Mell emed Alis erbleichen werde, ist gänzlich erstickt. Ich befand mich in Damask als der letzte Kampf statt hatte. Der unerschrockene H…

  16. 1838-10-01 · 7/8 (10.1838) · p. Seite 253

    353 düng, überfiel seinen Feind, und nachdem er ihm nahe an 300 Mann gctödtct, verschwand er wieder in den unzugänglichen Engpäßen seiner Berge, mit seiner gewöhnten Behendigkeit. Von den Höhen seiner Felsen erblickte nun aber dieser Häuptl…

  17. 1838-10-01 · 7/8 (10.1838) · p. Seite 254

    Drusen bei Ibrahim ankam, fand er diesen genest, durch Friedensschluß einen Krieg zu beendigen, der ihm schon so viele Leute und Strapatzen aller Art gekostet. Der Pascha beauftragte den Gesandten, zu seinem Gebieter zurückzukehren, und ihm…

  18. 1838-10-01 · 7/8 (10.1838) · p. Seite 255

    2 55 wenn er einen Mann, wie Chebil, unter seinem Oberbefehl hätte, keine Armee ihm mehr furchtbar scheinen würde. Dann fragte er ihn lächelnd, wie viele Nizans (ägyptische Soldaten) er mit eigener Hand getödtet habe. Chebil begnügte sich m…

  19. 1838-10-01 · 7/8 (10.1838) · p. Seite 256

    ■r rs« langen und höhere Stenern, als die unbedeutenden, wel« che sie bis jetzt bezahlten. Chcbil ist höchstens 40 Jahre alt, obschon sein grauer Bart ihm ein etwas älteres Aussehen gibt. Er ist von kleiner, aber wohl proportionirter Gestal…

  20. 1838-11-01 · 9/10 (11.1838) · p. Seite 257

    …er wähnte und seine unverständigen Propheten ihm predigten: Friede, Fn'ede! wo doch kein Friede und kein Heil war, trat Jeremia auf im Namen des HErrn, und verkündigte, der HErr werde Hosen alle Völker gegen Mitternacht nebst Rebukadnezar, dem Kön…