Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 9/10 (11.1838)
- Date
- 1838-11-01
- Page
- Seite 260 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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160 obcrt und der letztgenannte König vom mcdischen Stamme herrschte nun über das gestürzte Reich der Chaldäer. Nachdem auf diese Weise die Erfüllung der göttlichen Worte bereits angefangen hatte, so blieb jetzt, nach dem Sturze der feindlichen Macht, nur noch übrig, daß die neue Herrschermacht das aufhebe, was die alte über Israel verhängt hatte, und daß nun die medisch-persische Dynastie dem heimathlos gemachten Volke die Rückkehr in das verwüstete Vaterland eröffne. Diese Gnade von Gott z» erlangen, wendete sich Daniel zu dem HErrn mit Gebet und Flehen, und erinnerte ihn anseine Verheißungen und an seine Treue von Alters her. Nicht um der eigenen Gerechtt'gkeit willen, sondern nach seiner großen Barmherzigkeit bat er den HErrn, daß er sich der Stadt und des Volkes annehme, die nach seinem Namen genannt seien. Sein Gebet wurde erhört; nicht nur dadurch, daß bald darauf Darius der Meder starb und sein Nachfolger Eyrus, die ersehnte Freiheit den Israeliten gewährte (im Jahr 536), sondern auch, indem ihm eine göttliche Antwort und Belehrung zu Theil wurde, die im 9ten Cap. seines Buches, V. 24— 27 verzeichnet ist, und die wir jetzt näher betrachten wollen, da sie eine der merkwürdigsten Weissagungen des alten Testaments enthält. Die geheimnißvolle Botschaft selbst lautet: »Vers 24. Siebenzig Wochen sind bestimmet über dein Volk, und über deine heilige Stadt; so wird dem Uebertreten gewehret, und die Sünde zugesiegelt, und die Missethat versöhnet, und die ewige Gerechtigkeit gebracht, und die Gesichte und Weissagung zugesiegelt und der Allerheiligste gesalbet werden. Vers 25. So wisse nun und merke: von