Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 9/10 (11.1838)
- Date
- 1838-11-01
- Page
- Seite 273 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/4872516-5427189-5427230--0318-4872808- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
273 dessen Dienst, aber von dem Ausbau Jerusalems als einer festen Stadt ist keine Rede dann, und Eöra selbst preist Gott nur dafür, daß er dem Könige eingegeben habe, daß er daS Haus des HErrn zu Jerusalem zierete (Vers 27.). Jerusalem selbst blieb inzwischen immer noch ein offener, wenig bevölkerter, von Schutt und Trümmerhaufen umlagerter Ort, und es kann nicht gesagt werden, daß ArtarerreS, bei Esra'S Abreise nach dem Vaterlande, den Befehl gegeben habe, die Stadt, als solch«, herzustcllen. Wir kommen also, viertens, zu der Frage, ob denn unter dem Befehl von welchem Daniel spricht, die Vollmacht zu verstehen sei, welche Artarerres in seinem zwanzigsten Regierungsjahre (nach der gewöhnlichen Rechnung im I. 445) dem Nehemia ertheilte*), und wonach dann endlich der Bau der Stadt und ihrer Mauern mit größter Eile zu Stande gebracht wurde, auch die Bevölkerung derselben unerwartet schnell sich mehrte, so, dass nach wenigen Jahren das hergestellte Jerusalem eine bedeutende und blühende Stadt war. Das ist allerdings wahr, daß mit Rehemias Auf, tteten der Bau Jerusalems als einer Stadt erst eigentlich anfing. Denn bei seiner Ankunft sagte er zu den Obersten des Volks: »Ihr sehet das Unglück, darin wir sind, daß Jerusalem wüste liegt, und ihre Thore sind mit Feuer verbrannt u. s. w.» (Nehem. 2, 17.), und nachdem er die Mauern hergestellt und die Thore eingehängt (Eap7,1.), war doch noch die Stadt »weit von Raum und groß, aber wenig Volks darin, und die Häuser waren nicht gebauet» (Vers 4), und die Unsicherheit des Aufenthaltes in Jerusalem so groß, daß um eine Bevölkerung in der Stadt zu haben, ein - Zehnttheil der auf dem Land« *) Rehrm. 2. 7. ff. I»