Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 7/8 (10.1838)
- Date
- 1838-10-01
- Page
- Seite 251 (sequence 59)
- Language
- German
- Belongs to
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r 251 Der Friede mit den Drusen. Wir'haben in dem Hefte vom Monat Juli (S. 76 ff. und S. 90 ff.) unsere Leser etwabekannt gemacht mit dem merkwürdigen Volke der Drusen und ihrem Freihcitskämpfe gegen Ibrahim Pascha, den Sohn de- Vicekönigs von Aegypten. Damals hoffte dieser, seine Feinde in den Schluchten des Hauran, namentlich durch Abschneidung des Wassers, zur Unterwerfung zu bringen. Allein dieses gelang nicht, und man vernahm nur dunkle Nachrichten von dem fortgesetzten blutigen Kampfe, bis man endlich erfuhr, daß eine Ausgleichung stattgefunden habe, wonach Ibrahim sich rühmen kann, daß die Drusen sich unterworfen hätten, im Grunde aber ersterer nachgegeben hat, indem die Bedingungen deS Vergleichs dahin lauten, daß Ibrahim 1) eine vollständige Amnestie bewilligt; 2) den Drusen ihre Privilegien bestä« tt'gt, nämlich nur eine unbedeutende Abgabe zu zahlen, Waffen ttagen zu dürfen u. s. w., und 3) sich verpflichtet, von den Drusen keine Rekruten zu fordern. Ueber die Kämpfe, welche dieser friedlichen Ausgleichung unmittelbar vorangingen, nnd über die eigenthümliche Weise, wie der Drusenhäuptling mit Ibrahim verhandelte geben öffentliche Blätter eine interessante Darstellung, die wir unfern Lesern um so weniger vorenthalten dürfen, als sie besonders geeignet ist, sowohl dm gegen, wärtt'gm Zustand des Morgmlandes, als insbesondere dm Charakter und die Sitten der Drusen in einem lebendigen Bilde uns zu veranschaulichm. Der Berichterstatter meldet aus Beirut in Syn'en *) unterm 26 Sept. dieses Jahres Folgendes: *1 G« ist wohl kaum nölhig zu bemerken, daß der Verfasser de« Briefe« al« einer schreibt, der auf der Seite Ibrahim« steht. — Ueber Beirut sehe man die Note S. ns Monat August.