Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 7/8 (10.1838)
- Date
- 1838-10-01
- Page
- Seite 241 (sequence 49)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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tu dieser Gegend? Wo habt ihr euer Geld?" — das waren ungefähr die Ausdrücke, die wir verstehen konnten. Wir gaben das letzte Geld hin, welches wir in unfern Taschen hatten; doch auch damit waren sie nicht zufrieden, sondern einer von den Wüthrichen holte ans, um den Offizier zu durchbohren. Da trat ich ihm gelassen entgegen, und zeigte mit meinen Händen nach Oben, zu dem Rich, ter aller Menschen, und suchte es dem ungestümen Räuber deutlich zu machen, daß er den Strafen des Ewigen nicht entgehen werde; und Gott gab seinen Segen dazu, die Räuber steckten ihre Waffen ein, nnd begnügten sich damit, uns zu visitiren, und alles Geld, welches sie vorfanden, so wie die Lebensmittel, welche wir bei uns hatten, wegzunehmen. Nachdem dieses geschehen war, so fingen sie an uns menschlich zu behandeln, ließen uns unsere Kleider und riechen uns umzukchren, damit uns nicht ettvas Aergercs widerfahre. So stark ist unser Gott! Ein Seufzer im Glauben zu Ihm, und ein Blick auf Ihn im Vertrauen — und der Tiger wird zum Lamme. Mir wurde dabei so wohl ums Herz, daß ich diese Räuber ersuchen wollte, uns bis zum Jordan zu begleiten; doch diesen Vorsatz ließ ich fallen, als ich einem Räuber eine Prise Schnupftabak anbot, und er mir die Dose ohne Umstände aus der Hand nahm und sie einsteckte. Darauf verließen uns die Räuber, wir aber blieben eine ziemliche Weile ruhig stehen, und überlegten, was nun zu thun sei. Ich hatte Much zum Jordan zu gehen, allein den Offizier hatte der Schrecken so verzagt gemacht, daß er das Baben im Jordan sich aus dem Sinne schlug, und nur den einen Wunsch hegte, in die Gebirge zu eilen, wo er Sicherheit zu finden glaubte. I«