Mannheim
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19111914
  1. 1913-07-01 · Heft 3 (Juli 1913) · p. Seite 85

    ich würde das Beisammensein mit Gleichaltrigen und Gleichgesinnten entbehren. Ueberhaupt ist das der größte Vorteil der Schule. Nicht nur, daß man am Können des andern sein eigenes Wissen messen kann; es macht der Verkehr mit jungen Mensche…

  2. 1913-07-01 · Heft 3 (Juli 1913) · p. Seite 86

    uns unsere Jugend schön! So muß ich glauben, daß die alten Leute ein schlechtes Gedächtnis haben, die der Jugendzeit nachtrauern." Ich ging an meinen Platz: zurück. Der Lehrer frug: „Wer teilt die Ansichten der Vortragenden?" Alle Hände war…

  3. 1913-07-01 · Heft 3 (Juli 1913) · p. Seite 87

    Als ich den Homer fließend übersetzte: „Ach nein, W.", sagte unser Ila-Ordinarius, „wissen Sie, Ihr Uebersetzen gefällt mir gar nicht; da…

  4. 1913-07-01 · Heft 3 (Juli 1913) · p. Seite 88

    einer vorübergehenden Okkupation in Besitz genommen, aber nicht wieder geräumt hatten. Die Rothmüller-Bande wurde ihrerseits von dem Impas bedrängt, der gleich einem Attila von Osten nach Westen vorstürmend die Völker aufeinanderhetzte. Die…

  5. 1913-07-01 · Heft 3 (Juli 1913) · p. Seite 89

    Seit jener Zeit war uns der Zutritt in der Lindenallee gesichert, gleichzeitig unsere Hegemonie anerkannt. Wir hatten ein Interesse daran, den geschlagenen Feind nicht völlig zu vernichten, da er uns als „Pufferstaat" gegen den Impas wertvo…

  6. 1913-07-01 · Heft 3 (Juli 1913) · p. Seite 90

    für den Richter, den Verteidiger und die Geschwornen eine sichere Grundlage gesdiaffen würde. Ich wurde von der militiu freundlichen Partei mit der Abfassung des Gesetzes betraut und machte mich schleunigst an die Arbeit. Das von mir eilig …

  7. 1913-07-01 · Heft 3 (Juli 1913) · p. Seite 91

    oder dessen Nützlichkeit und Notwendigkeit durch Taten oder Worte in Zweifel zieht/4 Da ich ahnungsvoll mit der Möglichkeit rechnete, daß vielleicht die Presse des Auslandes an unserem Verband Kritik üben würde, nahm ich nodi einen Paragrap…

  8. 1913-07-01 · Heft 3 (Juli 1913) · p. Seite 92

    indem es mir gelang, zwischen „butterweich" und „stagelheiß" zahlreiche Abstufungen einzuschieben. Die durch die Exekutionen nidit ausgefüllte Zeit wurde durch das Prüfen der Gesetze reichlich in Anspruch genommen. Die Mitglieder des Verein…

  9. 1913-07-01 · Heft 3 (Juli 1913) · p. Seite 93

    fassungswidrig, ständig versah', stillschweigend privilegiert hatte. Teils war es nicht leicht durchführbar, ihm die Verabfolgung der „Geselchten" lan sich selbst aufzutragen, teils mißtraute ich seiner Bereitwilligkeit (sie von dritter Sei…

  10. 1913-07-01 · Heft 3 (Juli 1913) · p. Seite 94

    und mehr noch, auf die Kraft und Wucht, die uns diese Abstinenz: bringen kann. Diese Moral der Selbstbekämpfung ist nicht nur groß und heroisch, sie ist auch die gesunde Moral, die nicht Märtyrer der Entsagung fordert, sondern starke, freie…

  11. 1913-07-01 · Heft 3 (Juli 1913) · p. Seite 95

    …ind alle Einsendungen zu adressieren an: Georges Barbizon, Niederschönhausen-Berlin, Treskowstr. 5. In Oesterreich ian: Siegfried Bernfeld, Wien XIII, Suppegasse 10. Redaktionsschluß am 20. jeden Monats'. Allen Anfraßen bitten wir Rüdeporto beizulegen. 95

  12. 1913-07-01 · Heft 3 (Juli 1913) · p. Seite 96

    Jedes Manuskript, das gedruckt werden soll, darf nur einseitig beschrieben sein. Notiz des Verlages: Auf Wunsch wird der „Anfang4* in Kuverts ohne Aufdruck versandt. Auch die Zusendung in geschlossenem Brief ist möglich, jedoch verteuert si…

  13. 1913-08-01 · Heft 4 (August 1913) · p. Seite 97

    DER ANFANG ZEITSCHRIFT DER JUGEND HERAUSGEGEBEN VON GEORGES BARBIZON, BERLIN / SIEGFRIED BERNFELD, WIEN BERLIN lTjähir A~UGÜST~i913~ Heft 4 WIEN „Der Anfang" erscheint als Monatsschrift zum halbjährlichen Bezugspreis …

  14. 1913-08-01 · Heft 4 (August 1913) · p. Seite 98

    II. Hauptmanns Festspiel. Puppen agieren Deutschlands Befreiung. Sie sprechen in Knittelversen. Die Bühne des Puppentheaters ist Europa; die Geschichte — nie gefälscht — ist oft zusammengestrichen. Der Krieg von 1806 ist eine Kriegsfurie, N…

  15. 1913-08-01 · Heft 4 (August 1913) · p. Seite 99

    Und mit der Jugend spricht man heute nicht anders, wie damals: „Großmäulige, unreife Gymnasiasten, „Nehmt Eure Fibel und geht in die Klasse."... „Was Fritz, Du hier, mein eigner Sohn."... „Ueberstiegnes Geschwätz, puerile Narrheiten." Einer…

  16. 1913-08-01 · Heft 4 (August 1913) · p. Seite 100

    …ndeln und mögen andere sie verworren nennen. Sie ist verworren wie der Geist der Geschichte. Er erstrahlt erst im Fest. Gerhart Hauptmann danken wir einen jugendlichen Sinn des Kampfes und Festes. 100

  17. 1913-08-01 · Heft 4 (August 1913) · p. Seite 101

    Jugend Von Ernsit Angel, Wien Reich sind die Tage. Ihre Spuren leuchten, Tief eingegraben in den Sand der Zeit Und später wendet man sich um mit feuchten, Sehnenden Augen aus der Dunkelheit. An unser Ufer spülen ihre Wellen Viel kleine Ding…

  18. 1913-08-01 · Heft 4 (August 1913) · p. Seite 102

    Mit unsern von der Schule selbst geschärften Blicken sahen wir, «laß gerade dort, wo wir eine volle, achtunggebietende Persönlichkeit erwarteten, sich kleinliche Anschauungen breit machten, daß Interesselosigkeit, Unanständigkeit, Haß, Mißg…

  19. 1913-08-01 · Heft 4 (August 1913) · p. Seite 103

    Appell an die Mädel Margot, Berlin. Ihr Mädel, die Ihr alles verbessern wollt, Ihr Wandervögel, Pfad^finderinnen, Ihr Schülerinnen und Gymnasiastinnen! Wo seid Ihr geblieben? Wo seid Ihr mit Euerm Mut und Eurer Tatkraft, wenn es sich um ein…

  20. 1913-08-01 · Heft 4 (August 1913) · p. Seite 104

    Seelenfeigheit Von einer Kameradin, Berlin. Wir alle, die Hilfe und Führerschaft von den Erwachsenen ersehnen, die die augenblickliche Not der Jugend empfinden, die mit starkem Willen einmal daran mitarbeiten wollen, daß es der späteren Gen…