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34 rien mag, und man wird es nun begreiflich finden, daß die Juden bas einzige Volk der Welt sind, dessen Geschichte keinen Sclavenkrieg zu verzeichnen hatte, was man den Annalen selbst der beiden europäischen Mustervölker eben nicht nachrü…
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35 verboten, jüdischen Wöchnerinnen beizustehen, es wäre denn, daß die Jüdin Gefahr liefe, zu »crepiren« so lautet der höchst eigene humane Ausdruck des liebevollen Gesetzes — womit das oben Gesagte über die Behandlung der heidnischen Sclav…
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36 Zirkel bewegen, nie die Schwungkraft, die im Ganzen liegt, begreifen; sie sehen das Lüsteln und Sehnen, nie das Wollen und Streben, die Launen und nie die Gefühle, die Manieren und nie die Gesinnungen. Zudem trägt man die leichtfertigen …
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37 auch der sittliche Einfluß auf die Mitwelt durch besonnene Statuten vertreten, die wohl jedem Streite wehren, aber keine Herzen bilden. Aber der Mensch auf niederer Culturstufe, wie Kinder und Dienstboten, können nur von lebendiger, pers…
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38 zu einer Andacht veranlaßt, kennen kein höheres Gebot als die sie betreffende polizeilicke Verordnung, und kein Seelsorger hat für sie ein Stündchen. Niemand lehrt sie ihre Pflichten von höhern Geflchtspuncten aus betrachten, nie werden …
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39! aber für diejenigen, die in Angelegenheit der Dienstboten noch immer aus Eisenmenger und Consorten ihre Gelehrsamkeit und Judenthumskenntniß holen. Zum II. Cap. Der erste Sclave Oer». 9, 21. Der Mensch sündigt nicht 8ot. 3. 1- Erzväter …
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Das Handelshaus Ezmel in Tudela. Von Dr. M. Kayserling. Einen eigenthümlichen Schauplatz, welcher in der Absicht den Spuren des jüdischen Volkes zu folgen, bis jetzt wenig oder gar nicht betreten ist, bildet das längs der Pyrenäen sich erst…
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41 tcn Stadt gegen Mitte des vierzehnten Jahrhunderts ansässig waren, befand sich auch der reiche Don Ezmel. Er war der Sohn eines Don Juseph und stammte aus dem in der Nähe von Tudela gelegenen, schwach bevölkerten Dörfchen Ablitas; nach s…
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42 derart geordnet waren, seinen Verpflichtungen, besonders dem Staate gegenüber Nachkommen zu können. Der dem Navarreser Königshause befreundete und verwandte Monarch eines Navarra benachbarten Landes, König Pedro von Arragonien, hatte all…
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43 Dunkel schwebte über das getroffene Arrangement; es sollte eine Zeit lang verborgen bleiben. Nur Don Ezmel's Sohn Funes mit Namen wurde noch mit dem Sachverhalt bekannt gemacht, sodann mußte auch er sich eidlich verpflichten und schwören…
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44 nicht wenig Mühe, die ihm mit der Donna Maria, einer Tochter Zuana's versprochenen Mitgift von 60,000 Libras zu erhalten, so daß er 1340 dem Gouverneur von Navarra ganz offen erklärte, er würde aus Mittel sinnen müssen, zu seinem Gelde z…
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Heiratheii. Ein Lebensbild von Aeon Härzberg-Irärckel. I. In einem jener engen krummen Gäßchen, in denen die Noch und das Elend ihre Nester bauen, steht ein Haus, ärmer noch als seine Nachbarn. Das morsche, moosbewachsene Dach, die scheiben…
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46 Kohlen und dergleichen. Aus den ersten Blick sieht man es dieser Frau an, daß sie eben nicht der Schutzgeist des Hauses ist. Ihr Mann thront an der Spitze der langen Tafel, den Scepter in Form eines Pfeifenstiels in der gewaltigen Rechte…
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47 längst verblichene Zeit mit Hieroglyphenschrift auf überlieferte Tafeln schrieb und die in unfern Tagen nur den Werth und die Weihe der Antiquität haben. Was beginnen diese Kleinen, großgeworden, mit all' ihrem antiquen Wissen, mit all' …
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48 Jetzt macht er Zizis. »Gerschon!« rief seine Mutter plötzlich, indem sie sich in ihrer Arbeit unterbrach, »der wie vielte?« »Der dritte Knoten im vierten Eck.« »Narr, ich frage nicht nach deinen Zizis; der wievielte im Monat?« »Der 13. C…
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49 rvie auf Commando inne und der Melamid dreht sich ungerne seiner Ehegenossin zu, die wortfertig dasteht. »Hast Du gehört, Mann? Der 21. October — zehn Tage später darf Gerschon nicht mehr heirathen, zehn Tage später ist das Kind verloren…
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50 Reb Nachmen Perels hat eine Tochter von vierzehn Zähren nnd stellen heute Nacht Chupe.« »Meinst Du, Fradel, die Leute sind gescheid? — Sage mir, wovon soll Verschon leben, er und Frau?« »Er wird bei uns Kost haben und bei seinen Schwiege…
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51 die Dinge, die kommen; sei Du nicht klüger als alle Welt, Chune, und nicht aufgeklärter!« Entschlossen packt die Frau den Strumpf zusammen, wickelt sich in ihre »Schabes-Züpe« und eilt hinaus. Außerhalb der Thüre findet sie ihr Söhnchen …
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52 »Zum Bal Moses? Was willst Du von ihm?« »Für Gerschen eine Braut. Ich nehme ihn mit, Gott kann mir unter Wegs helfen, wenn ich dem Rebben ein Pidien gebe.« II. Ueber einen engen unebnen Weg, der sich durch Stoppelfelder hinzieht, schlepp…
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ist der Brennpunkt derselben. Ein Jeder weiß Wunder zu erzählen, wie derselbe Jugendkrast in marklose Beine gegossen, wie er erloschenen Augen Sehvermögen geschenkt, unfruchtbare Ehen gesegnet, verloren geglaubte Prozesse gefördert, hoffnun…