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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1859-01-01 · Neue Folge, sechster Jahrgang 5620 (1859-1860) (1859) · p. Seite 41

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, sechster Jahrgang 5620 (1859-1860) (1859)
Date
1859-01-01
Page
Seite 41 (sequence 79)
Language
German
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41 tcn Stadt gegen Mitte des vierzehnten Jahrhunderts ansässig waren, befand sich auch der reiche Don Ezmel. Er war der Sohn eines Don Juseph und stammte aus dem in der Nähe von Tudela gelegenen, schwach bevölkerten Dörfchen Ablitas; nach seinem Geburtsorte benannt, war er den Höfen, der Handelswelt und dem Volke nur unter dem Namen »der reiche Ezmel de Ablitas« bekannt. Nicht aus eitler Neugierde, sondern um uns über den Zustand der damaligen finanziellen Verhältnisse Einsicht zu verschaffen, wollen wir in die Handelsbücher dieses reichen Juden einen flüchtigen Blick werfen. Da finden wir gleich auf den ersten Seiten verzeichnet, daß er mit dem altgräflichen Hause de Medrano, den Herren des zu Estella gehörigen Dorfes Sartaguda und mit andern Navarresischen Rittern in lebhaftem Verkehr stand. In demselben Jahre (1340), in welchem der König von Navarra einer aus dem Canonicus Jimenez, dem Bürger Aparicio und dem Rabbi Jsaac (Azac) zu Tudela zusammengesetzten Commission den Auftrag ertheilte, einen Canal bauen zu lassen, welcher das Flüßchen Aragon mit dem Ebro verbinde, um dadurch die Schifffahrt zu erleichtern, schoß Don Ezmel dem Herrn Sanche Sanchez de Medrano die in jener Zeit keineswegs unbedeutende Summe von 300 Libras ohne irgend welche Zinsen mit der Bedingung vor, sie zu Johannis zurückzuzahlen; konnte er am Verfallstage das Darlehen nicht zurückerstatten, so verpflichtete er sich, die 300 Libras nach dem damals üblichen Zinsfuß von 20 % zu verzinsen. Ein Jahr später zeigte sich Ezmel dem Don Juan Martine; de Medrano gefällig, indem er ihm 322 Libras Silber lieh, wie denn sein Sohn Juda demselben Herrn 450 Maß (robos) Getreide vorschoß. Don Ezmel, welcher, wie wir vermuthen, auch königlicher Pächter gewesen war, starb plötzlich im Jahre 1342. Nach seinem Tode stellte es sich heraus, daß seine Vermögensverhältnisse nicht

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