Mannheim
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187419241975
  1. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 60

    60 ruhe, daher die athemlose Thätigkeit, welche den Menschen in seinen körperlichen und geistigen Kräften vor der Zeit erschöpft, welche ihn dazu treibt, sich an dem Recht und der Ehre seines Nebenmenschen zu vergreifen, welche wie eine Sch…

  2. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 61

    61 sein Gebot sich vernehmen läßt, — nicht nur hier in den stillen Räumen unseres Gotteshauses, noch viel mehr draußen auf dem Schauplatz unserer Thätigkeit, wo das bewegte Leben uns unlfluthet; ״ בי נעור ממעון קדשוdann wird der Herr sich u…

  3. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 62

    62 empfindend die ganze Majestät dieses Raumes, rusen auch wir aus: ״O, wie voll ist dieses Haus der Erhabenheit Gottes!" Und doch, m. G., wäre ganz anders unsere Stimmung zu erwarten gewesen, wenn wir auf das sehen, was wir vor unserem Ein…

  4. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 63

    bis in ihre tiefsten Gründe. Heute vor dem Antlitze des majestätischen Gottes, da fährt wie ein jäher Schreck die tag- Helle Wahrheit in unser Mark, da wird so klein unser Stolz, da fallen wie ein Kartenhaus kühne Entwürfe zusammen, da schw…

  5. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 64

    64 mit Thränen bemacht und mit Thränen :nüssen mir von ihm scheiden. Wie karg ist es uns zugemessen, mie flüchtig ist seine Zeit, mie zahlreich unsre Schmerzen, mie groß unser Elend. Das Alles empfinden mir jetzt mie sollst nie. רעדה ״ אחזת…

  6. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 65

    65 ד lingssänger, welche von der neugeschmückten Bäume Zwei- - gen der Morgenröthe ihren Gruß zurufen, süßer nicht, und berauschender die Musik, welche die heimkehrenden Sieger dem geretteten und befreiten Vaterlande weihen: denn welcher Fr…

  7. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 66

    66 eine Zunge die stammelt, ohne ein Auge das sehnsüchtig schaut? Wie kann der auf Verzeihung hoffen, der an sie nicht nnerschütterlich glaubt, wie der Liebe empfangen, der ihr nicht ganz vertraut? Wer zweifelt, der sündigt, ״wer glaubt, de…

  8. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 67

    X. Gebet zur Todtenfeier am VersöhmmgstlM. Ewiges, unerforschliches Wesen! Allmächtiger Gebieter über Leben und Tod! Du hast das unermeßliche Weltall aus dem Nichts in's Dasein gerufen, und hast es in unergründlicher Weisheit so geordnet, d…

  9. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 68

    68 Ach, es greift der Schmerz gar gewaltig ein in unsere Seele, wenn wir daran denken, daß wir plötzlich von denen gerissen werden können, die unserer noch so sehr bedürfen, oder wenn wir aü' derer gedenken, die der unerbittliche Tod von un…

  10. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 69

    69 ihres Herzens haben bewacht; die die sichtbaren Engel sind gewesen, die Du uns zur Seite hattest gegeben. Sie sind heimgegangen zu Dir; o, mögen sie Ruhe finden bei Dir, und mögen die Thränen der wehmüthigen Erinnerung nebst den Thränen …

  11. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 70

    70 — Thränen des Schmerzes weinen am Grabhügel seiner Sprößlinge. Herr und Vater, wir sind schwache Sterbliche, unsere körperliche Hülle sinkt dereinst auch zusammen und wird zu Staub, wir kennen den ewigen, unabänderlichen Gang der Natur. …

  12. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 71

    XI. Predigt gehakten am 89. Keburtstag des Kaisers Mkhetm, 2 2. März 187 7. Von Dr. S. Gronemann, Rabbiner in Strasburg W -Pr. Andächtige Versammlung! Wenn schon in jedem Jahre dieses Fest in uns eine feierliche und gehobene Stimmung erzeug…

  13. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 72

    היום בן המש ושמונים שנה: עודני היום חזק כאשר ביום שלוה אותי משה ככחי אז וככחי עתה למלחמה ולצאת ולבוא ועתה תנה לי את ההר הזה אשר דבר ה' ביום ההוא כי ענקים שם וערים גדולות בצירות אולי ה' אותי והורשתים ״ כאשי ר דבר ד׳Und nun, ich bin heute 85 …

  14. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 73

    73 heute" ״ לצאת ולבואein- und auszugehen" unter seinem Volke. Noch zieht er sich nicht ermattet und abgespannt in seine Gemächer zurück, mag es sich auch nur darum handeln, durch ein freundliches Wort, durch einen freundlichen Blick den ei…

  15. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 74

    74 spruche gemacht das Wort des Kaleb: ״ עלה נעלהwir wollen aufwärts gehen, wir wollen vorwärts schreiten!" Er ist in der alten Zeit geboren, hat sich aber gleichwohl an die Spitze der n e u e n Zeitbewegungen gestellt. Er gehört jenen Männ…

  16. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 75

    75 reste von den Riesen, die noch vor der Sündfluth aus der Erde gewandelt. Denn waren nicht riesenhafte Hindernisse zu überwinden in den alten verjährten Anschauungen und den aus v o r s ü n d f l u t h l i ch e n Zeiten stammenden Traditi…

  17. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 76

    76 das heißt, ihm den Ruhm zuzuerkennen, daß er uns zu dieser nie geahnten Höhe emporgebracht! ״ ויברכהו יהושעEs ויתן את הברון לכלב בן יפונה לנחלה segnete ihn Josua und gab Hebron dem Kaleb Sohn Jefune's als Erbe," jenes Hebron, welches die…

  18. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 77

    XII. Warte gesprochen Lei der Aufstellung eines Kraödenkmats. Von 1)1׳. S. Gro nemnn n, Rabbiner in Strasburg Theure Verwandle und Freunde! Ein Jahr ist verflossen, jeitbem die Theure, Unver-׳ geßliche ihre fromme uub reine Seele ausgehauch…

  19. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 78

    78 —?enden Sturm, wie sollten geschützt sein wir, das schwache Dtohr, das unansehnliche Gewächs! Aber der Gatte der Verklärten hat nicht bloß gelitten wie der Erzvater, sondern auch gehandelt, wie er. ייצב יעקב מצבה על קבורתה Wie Jacob ein …

  20. 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 79

    — 79 — läge herbeigeeilt, an ihrem Grabe zu beten, gleich wie nach dem Berichte unserer Weisen das Grabmal ihrer Schicksalgeuossin Nahel in den späteren Tagen ein Versammlungsort ist gewesen, an dem die Trauernden und Bekümmerten ihrem schm…