Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 4 (1878)
- Issue
- 1 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 79 (sequence 81)
- Language
- German
- Belongs to
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— 79 — läge herbeigeeilt, an ihrem Grabe zu beten, gleich wie nach dem Berichte unserer Weisen das Grabmal ihrer Schicksalgeuossin Nahel in den späteren Tagen ein Versammlungsort ist gewesen, an dem die Trauernden und Bekümmerten ihrem schmerzgepreßten Herzen durch Schluchzen uno inbrünstiges Flehen Erleichterung verschafft. Und nicht bloß wir, die den Hügel Umstehenden, sind hier erschienen, sondern auch Diejenigen, welche wir vermissen, verweilen im Geiste an dieser Stätte. Den Gruß soll ich Dir bringen, meine thenerste, unendlich geliebte Schwester, den Gruß Deiner schwergebeugten Eltern, welche noch immer nicht die Kraft haben gewinneu können, mit eigenen Angen zu sehen den Ort, der das Kleinod ihrer Seele in sich ausgenommen. Sagen läßt Dir durch mich Tein hartgeprüfter Vater, daß er das sene Vertrauen habe zum Allgütigen, Du werdest dort oben ruhen unter den Fittichen des göttlichen Gnadenschntzes, deine Frönemigkeit habe sich bereits in frühester Kindheit gezeigt, wenn Deine Stimme sich mit der seinen zu des Herrn Lobpreisung vereint. Und dieser Zuversicht dürfen auch wir alle uns hingeben in dieser Stunde des herben Jammers. -קול ברמה ״ נשמע נהי בכי תמרורים-Eine Stimme tönt zn uns aus den Höhen mitten in unseren Klagen und bitterlichem Weinen, und sie ruft uns zu das Trostwort מנעי קולך מבכי ועינך ״ מדמעתHalte zurück Deine Stimme vom Weiuen und Deine Augen von Thränen," כי יש שכר לפעולתך ויש תקוזז ״ לאחריתךDenn einen Lohn giebt es, o Verklärte, Frühvollendete, für Dein Thun und eine Hoffnung Deinem Ende." .Ja, ein Lohn giebt es dort droben für Dein Thun, für die Frömmigkeit, Deine gewissenhafte Frömmigkeit, die man Dir überall in der Stadt nachrühmt, einen Lohn für die seltene Anhänglichkeit/, die Du den! Vaterhanse in der Ferne bewahrt, einen Lohn für die aufopfernde Liebe und Hingebung, in der Du die Pflichten der Gattin und Mutter erfüllt. ״Und eine Hoffnung Deinem Ende." Zwar Dein Erstgeborner, auf welchem Dein Auge stets in beglückter Empfindung geruht, auch er ist nicht mehr, er ist Dir vor einigen Monaten in