Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 3 (1877)
- Issue
- 2 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 139 (sequence 51)
- Language
- German
- Belongs to
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139 einen Ersatz giebt, eine Heimath, wo die Senfzer der Unschuld gestillt, die Thrünen getrocknet werden, eine Heimath, in welcher anch die hier früh abgesallenen Knospen und Blüthen unter der Liebessonne des Allmächtigen gedeihen, unser Streben Vollendung finden wird. — Da habt Ihr den Schlüssel zur Lösung des Lebensräthsels. Aus dem Tode neues Leben — das lehrt uns die Natur durch ihren Frühlingsboten. Der Tod ist ״ פדות 2פ?22וdie Befreiung unserer Seele" aus irdischen Sklavenketten, ״eine Erlösung ans Fiiisterniß zu großem Lichte" — das lehrt die Religion durch das Peßachfest, das uns ja auch mahnet, s2> ״ למ;1ת ימתוunsere Tage recht zu zählen, — damit wir's - bringen zu einem weisen Herzen", und einsehen: Wir schließen hier das gebrochene Auge, um es für eine lichtere Welt zu öffnen, unsere Lebensarbeit, hinieden unterbrochen, wird fortgesetzt, das hier mangelhaft Gebliebene kommt dort zur Reife! O verschließe diesem gottsel. Glauben Dein Herz nicht, er ist Dein Halt in: Leben, er ist der Grundfels aller Tugend und Sittlichkeit. Mit diesem Glauben im Herzen kannst Du erst Dein nennen die Geliebten Deines Herzens, kannst Du erst sprechen: ״ אניגלדודי ודודי ליIch gehöre meinem Traulen, mein Trauter mir an!" Jetzt erst drücke den geliebten Säugling mit Himmelstust an Deine Brust, glückliche Mutter! Er ist Dein, bleibt Dein — und ginge er anch früh von Dir; Du nimmst ihn aus Deinen Armen und legst ihn dem Vater droben an's Herz! Wir wissen es, geliebte Kinder, wir können Euch, Ihr uns nicht verlieren! Darum, Ihr Väter und Mütter, zählet die Seelen! Laßt uns sorgen für die Kinder wie für Unsterbliche, nicht nur für die kurze Spanne hinieden Lebens, sondern für die Ewigkeit. Laßt uns nicht begnügen, sie bloß mit dem Irdischen zu versorgen, sondern mit Schätzen, die in der ewigen Heimath Werth haben! Diese Mahnung nehmt mit für's Leben, m. Th., dann habt Ihr die rechte Lebensanschauung, dann werdet Ihr wirken und streben, ringen und kämpfen, tragen und dulden wie — Unsterbliche. Ihr habt die