Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 3 (1877)
- Issue
- 2 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 138 (sequence 50)
- Language
- German
- Belongs to
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133 meine Seele so innig geliebt?" Und sie neigen sich zu mir und sprechen: ״Du möchtest wissen, ״ *ונא הלך דודךwohin Dein Trauter gekommen?" Du sagst, in's Grab ist er gesenkt, in's ewig stille Grab, in die ftnstere Nacht des Todesschattens, wo es kein Streben giebt — nein! rust die Religion Dir tröstend zu: Dein Trauter, Dein Geliebter, Dein Gatte, Dein Bruder, ״ דודי ירד לגנוer ist in den Garten hinabgegangen, לערוגות הבושם ihn umdustet der Hauch der Verklärung, לרעות בגנים ללקוט בשושנים er weidet aus immergrünen Fluren, er pflückt die Rosen der Unsterblichkeit!" Kaum hatte ich das vernommen aus dem Munde der Religionslehrer כמעט שעברתי מהם עד שמצאתי את שאהבה ״ נפשיda hatte ich gesunden, den meine Seele liebt." Er ist nicht verloren für mich, er weilt in den Gärten ewiger Seligkeit. — ״ אחזתיו ולא ארפנוDiesen Glauben will ich festhalten und ihn nicht schwach werden lassen in mir," er bringt mich dereinst ״ אל בית ׳אמי אל הדר הורתיin die ewige Heimath der vorangegangenen Seelen, zu all' den Meinigen." Wenn Ihr suchet, die Eure S ele geliebt, so zählet die Seelen, — so Ihr n׳ur die Körper zählet, dann allerdings fehlt Euch so Mancher, zählt Ihr aber die Seelen, dann seid, dann bleibt Ihr vollzählig. י£זאו מרום עיניכם * ..♦ איש לא נעדר (Jes. 40, 26) ״Hebt von! Grabe hinweg zum Himmel einpor Euren Blick — da ist Keiner verloren!" II. Das, m. L., ist der Trostesbalsam, der aus dem duftenden Frühlingsliede uns entgegenströlnt, welches das scheidende Fest uns gleichsam zum Abschiede reicht. Wir scheiden vom Feste und kehren zurück in die Heimath, wir scheiden aus dem Leben und kehren ebenfalls zurück in ein׳ Heimath, in der wir ein seliges Wiedersehen feiern, eine Heimath, in der unseres Herzens Sehnen gestillt werden wird, eine Heimath, in der die Tugend, je mehr sie hier gekämpft, desto schönere Siege feiern wird, eine Heimath, wo es für jeden Schmerz und jedes Leid