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Israelitisches Predigt-Magazin · 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 134

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
3 (1877)
Issue
2 (1877)
Date
1877-01-01
Page
Seite 134 (sequence 46)
Language
German
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134 weichende Meinungen und Gesinnungen! M. A.! Wahrlich wir Alle wünschen gewiß, daß auch dieser egyptische Geist in seinen beiden Gestalten todt und verschollen sei! Daß dieser Wunsch zur Wirtlichkeit werde, daß wir ungebeugt und ungebrachen widerstehen können des Schicksals Schlägen, daß in der Ansichten Widerstreite wir frei von Haß uns wahren können Herz und Sinn, daß stets unverbrüchlich wir befolgen das Gebot, welches unser Texteswort uns entboten: ״Stehet fest, dann werdet Ihr sehen die Hilfe des Herrn, die er heute Euch bringet, denn wie Ihr heut Mizraim gesehen, sollet Ihr es nie wieder sehen. Gott iDivb für Euch kämpfen — Ihr aber sollet schweigend es ansehen" — dazu vermag allein uns zu befähigen, daß wir lauschen, daß wir horchen des Propheten Mahnung: אל תיראי תולעת יעקב מתי ישראל אני עזרתיך ״ נאם ה׳ וגאלך קדוש ישראלFürchte nicht, Wurm Jakob, Häuflein Israels, ich stehe Dir bei, spricht der Elvige, und Dein Erlöser ist der Heilige Israels." (Jes. 41) Vertrauen aus Gott und Demuth! Beide vereint lasten uns nie zurück sinken in die Fesseln egpptischen Geistes — beide vereint wahren uns vor Haltlosigkeit^und vor Ueberhebung! Kräftig im Vertrauen auf unfern Gott werden wir kühn die Stirn bieten dem Anprall der Schicksalswogen — demüthig im Hinblick auf uns, im Ausblick zu Gott werden wir nie unsere Kraft überschätzen, nie uns dünken die berechtigten Vorkämpfer des Allmächtigen! Denn מה תולעת אינת מבד. את תארו אלא ״ בפה׳ כך אין להם לישראל אלא תפלהWie der Wurm der Ceder nur durch seinen Mund schaden kann, so hat Israel als Waffe gegen seine Widersacher* nur den Mund — die Ueberzeugung der Rede, die Waffe des Gebetes!" Diese Erkenntniß, m. Theuren, ist in Israels Glauben stets lebendig geblieben. So erkläret sich der Zuruf, mit welchem der ungerüstete Hirtenknabe David entgegentrat deyr gepanzerten ungeschlachten Riesen: ״Du kommst zu mir mit Schwert und Schild und Spieß, ich aber komme zu Dir mit dem Namen des Ewigen der Heerschaaren." Und so erhob auch König Affa sich im Gebete: ״Ewiger, wahrlich, Du vermagst zu Hel-

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