Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 3 (1877)
- Issue
- 2 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 148 (sequence 60)
- Language
- German
- Belongs to
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145 nicht Prahlerei, das ist die Wahrheit, wie sie aus der Geschichte klar hervorgeht, wie sie die Religionen von selbst verrathen. Das allein kann uns aber, m. a. Z., nicht genügen, und mit der bloßen Vergangenheit können wir auch nicht zufrieden sein, wir müssen auch einen Blick in die Zukunft sen-- den und uns fragen, wie können wir fortan auch ein Kleinod Gottes bleiben? Da müssen wir sofort jeder Selbsttäuschung uns begeben, dürfen nicht auf die Vergangenheit Epochen, als ob diese allein uns adeln könnte, als ob jeder Jude als solcher durch seine Geburt schon ein vollendetes Wesen, hin edler Mensch, eine bevorzugte Persönlichkeit sei: ״nur wenn ihr möiner Stimme gehorchen werdet, spricht Gott, und wenn ihr rneinen Bund bewahret, dann werdet ihr mir ein Kleinod unter allen Völkern sein." Nur dann ist und kann der Jude ein Kleinod Gottes für alle Zeiten bleiben, wenn er seinen Bund mit Gott auch in Zukunft nicht vergißt, wenn er ihn vielmehr stets aufrecht erhält, wenn er nicht blos den Namen Jude führt, sondern ihn durch das wahre Judenthum erworden und verdient hat. Jude sein ist: adelig sein, aber es ist ein rein persönlicher Adel, ist eine Belohnung für's eigene Verdienst, muß durch schwere moralische Arbeit erworben werden; er stirbt mit jedem Juden und soll durch jeden Juden neu erlangt werden. אנא נד,ורך כלילך יא־תך אימתי בשתקבלו עשרת ״ הדברותIch, spricht Gott der Herr zu Israel (Pesika P. 12), bin nur dann deine Leuchte, deine Krone, deine Würde, wann die Offenbarung deinen Geist erleuchtet, dein Thun und Wirken veredelt, dein ganzes Wesen verbessert". Nicht Geburt und nicht Abstamnmng machen den Menschen Gott werth und lieb; ״ שאפילו גוי ועוסק בתורה הרי הוא כב״נselbst ein Heide ist nach der Lehre unserer Weisen (Baba Kama 48a) bei Gott dem Hohenpriester gleichgestellt, wenn er dem göttlichen Gesetze sich zuwendet, nüch anerkennt und meine Wege beobachtet"; und von den Nichtjuden, die fromm und gottesfürchtig leben, die Gesetze der Sittlichkeit hoch und heilig haltey, von diesen sagen unsere Weisen חסידי או״ה שמענו שיש להם הלק לעויהב '!sa**