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  1. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. [Seite]

    MITTEILUNGEN DES REICHSAUSSCHUSSES DER JÜDISCHEN JUGENDVERBÄNDE SONDERHEFT: SOZIALE WOCHE IN SEESEN NR. I JAHRGANG 2 MÄRZ 1929

  2. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 3

    …rate sind auf der vom Reichsausschuh.. der jüdischen Jugendverbande Ende Dezember 1928 veranstalteten sozialen Woche in Seesen gehalten worden. Sie wenden sich nicht nur an die junge Generation der jüdischen Wohlfahrtspflege, die in Seesen zum er…

  3. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 4

    Erneuerungsbestrebungen in der allgemeinen und jüdischen Wohlfahrtspflege Referat Dr. Friedrich Oblendorff (gekürzte Wiedergabe). Dr. Ollendorff wies einleitend darauf hin, daß die Organisation nie Selb st zweck sein darf. Sic kann aber den…

  4. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 5

    organisatorischen Ausbau. Bei den Vertretern der liberalen Anschauung bedeutet die Bejahung der allgemeinen und jüdisch-elhischen Werte eine starke Einführung zur sozialen Arbeit; andererseits liegen bet manchen von ihnen auf Grund ihrer We…

  5. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 6

    Korreferat Dr. Max Kreutzber>er. Jedem Zeitalter entspricht eine besondere Art der Gestaltung »er Wohlfahrtspflege. Unserem Zeitalter der durchgängigen Verstaatlichung, Vertrustung, und Rationalisiening entspricht eine staatlich geordnete, …

  6. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 7

    Im Nahmen einer staatlichen Gesamtordnung der Wohlfahrtspflege ist es schwer, eine sachliche Begründung für die Existenz religiöser st)stematischer Wohlfahrtspflege im allgemeinen zu geben, und dies um so melr, als sehr oft die Begründung r…

  7. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 8

    wohl die dazu notwendige Geiarmjumme keineswegs die Wittschaftskraft des deutschen Judentums überschreiten dürfte. In einigen Groszgemeinden ist allerdings ein grundsätzlicher Neuaufbau der Wohlfahrtspflege zu bemerken, H er wird erkannt, d…

  8. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 9

    es würde sich jedenfalls für die Gegenwart Herausstellen, daß von einer Rückkehr der Juden zur Landwirtschaft nicht nur leine Siebe sein kann, sondern, das; sie auch gar nicht angeraten werden Toll e. Anderen Beru s» gebieten ist eine günst…

  9. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 10

    stärker un jene jüdischen Institutionen zu binden sein, die sich arbcttsfürsorgerischc» Aufgaben widmen. Der erfreuliche Beginn einer Produklivlerung der Wanderfürsorge Ist In den letzten Jahren zu beo! schien. Dt« in Aussicht genommene jüd…

  10. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 11

    Die neuen Forderungen, die man für die Umgestaltung des inneren Betriebes der Fürforgeanstasten erhebt, rühren von einer neuen Au sassung dessen her, was man unter „Gefährdung" versteht. Man begreist darunter heute einen Prozeß, der in eine…

  11. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 12

    Israelitischen Gemeindedund), das Heim des Jüdi chen Frauenbundes m Äeu-Jfenburg, seit kurzem das Heim >ür schwererziehbare Kinder in Marburg und schließlich die jüdische Abteilung der Heilerziehungsanstalt Lalmenhof in Idstein. So wich.tg …

  12. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 13

    Unhaltbar ist natürlich die jahrelange künstliche Absperrung der Jugendlichen vom anderen Geschlecht. Ich Halle die Einsührung der Koedukation, der ganzen oder zumindesten der teilweiscn, für unumgänglich notwendig. Mit der Slndersgeschlech…

  13. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 14

    glaubt, das Helm geradezu pauperlsteren zu müssen, „well die jungen Mn», scheu später ja mit noch weniger, mit noch Schlechterem» mit noch Unschönerem usw. auskommen müssen"! Deshalb ist man auch gegen die Aufstellung von Blumen in den Zimm…

  14. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 15

    mit größerer Betonung des: „Er soll rin guter Verdiener werden". Mitel zur Erziehung war in der Regel kasernenhaster Drill, große Betonung de» Lrlernens mechanisch-inte lektueller Dinge. Charakteristisch für das Leben der Kinder in vielen j…

  15. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 16

    2. Die Waisenhäuser mit innerer Reform, denen nicht mehr Ziel ist, dem Kinde nur beizubringen, was es als Erwachsener braucht, den« „die Natur will, daß die Kinder erst Kinder sind, bevor sie Männer werden" (Rousseau). Man versucht durchaus…

  16. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 17

    Oberste Instanz Ist aber der Ktnderrat. In ihn gewühlt zu werde» — höchste Ehre! Er fünft oniert nicht Immer gleich gut, aber erstaunlich ist doch der Ernst, mit dem die Kinder in ihm arbeiten. Oben in der Toilette ist es nicht sauber. Kein…

  17. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 18

    Hilde Hochwald: Erneuerungsbestrebungen und Möglichkeiten in Hort und Kindergarten Die halboffene Fürsorge umiaßt die Tagesheime für Säugling» (Krippe — bis 1% Jahre), Klc nlinder (Krabbelstube — 3 Jahre), Kindergärten (3—6 Jahre) und Horte…

  18. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 19

    Damit sei eine wichlige Aufgabe ker Tagesheime, die Erziehung der Mütter, der Einfluß In der Familie, angedeutct. Die Auswahl der Kinder für die Institutionen erfolgt im Zusammenarbeit mit der offenen Fürsorge, Vora.ussetzung für die Annahm…

  19. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 20

    größter Bedeutung, so manche durch Unkenntnis erwachsenden Schäden können zeitig umgewnndelt werden; den verzäricüen, schwachen, schlecht gehaltenen, nervöse» und körperlich untüchtige», geistig einseitig geführten Kindern des Ghetto können…

  20. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 21

    Die Kindergarten sind heute noch vorwiegend Einriciuurigen von Vereinen und enibehrcn daher der Einheitlichkeit und der richtigen Auswahl »er Angestellten. Hier rückt die eigentliche Erziehungsarbeit immer mehr in den Vordergrund. Das bewuß…