Mannheim
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192619321938
  1. 1926-01-01 · 5686 (1925-1926) · p. Seite 129

    Es dauert volle drei Stunden, bis wir Meron er- Richen und sidi vor unseren Augen das Mausoleum über <jern Grabgewölbe des Rabbi Simon mit seinen gigantischen weißen Kuppeln, dem großen, viereckigen Hofe, girier Synagoge und den Seitenschif…

  2. 1926-01-01 · 5686 (1925-1926) · p. Seite 130

    eher bis zum Grabmale vorzudringen. Ich komme auch noch rechtzeitig hinein. Ich habe das Gefühl, daß ringsumher Scheiterhaufen brennen. In dem halbdunklen Mau* soleum sind die beiden großen, weißen Blöcke über den Grottengräbern des R. Simo…

  3. 1926-01-01 · 5686 (1925-1926) · p. Seite 131

    d'ch, große Therebinthe, du Mächlige dreier Welten, ^abbi Simons Bar Jochai, dessen Antlitz Gott da oben 9eformt hat und dessen Stimme emporsteigt zu den höchsten Höhen. Du bist bekränzt mit dem heiligen Kranze, du bist der Stolz des Herrn …

  4. 1926-01-01 · 5686 (1925-1926) · p. Seite 132

    …nO^ eine Kanne Öl. Viele aber warten mit den Opfern, im das Feuer aufflammt. Es mochte zehn Uhr sein, als "e' Rabbi von Safed aus der Synagoge heraustrat, würde' voll, wie einst der Hohepriester aus dem Allerheiligs'cn' die Treppen zum Kuppeldac…

  5. 1926-01-01 · 5686 (1925-1926) · p. Seite 133

    b rand setzte. Zur selben Zeit, fast wie auf ein Zeichen, ^Urden auf der gegenüberliegenden Kuppel der dritte cheiterhaufen, der des R. Jizchak Nafcha, des Tanaiten- ^rniedes, und weiter oben auf dem Berge die Feuer- Se>ule des Jochanan Has…

  6. 1926-01-01 · 5686 (1925-1926) · p. Seite 134

    Reigen. Im Freudenrausche stürzen die Scheidewände Oreise und Jünglinge, Rabbis und Arbeiter, Bärtige un< Bartlose, Männer im Kaftan und solche im Sporthemd drehen sich miteinander Im Tanze um die heiligt" Flammen. Und jetzt kommen schon di…

  7. 1926-01-01 · 5686 (1925-1926) · p. Seite 135

    …reijährigen Knäblein, deren Haare v 'e zum erstenmale als Opfergabe abgeschnitten werden. 9anz Palästina, aber auch aus Tunis, Tanger, Buchara ie., Egypten bringt man kleine Bräutigame zum Hochsfeste des Bar-Jochai. Der kleine „Chatan" bekommt *…

  8. 1926-01-01 · 5686 (1925-1926) · p. Seite 136

    …pfermünzen auf und verteilt diese unter den Arme' während das Haar auf die brennenden Feuersä"1 kommt. Der Sdiamasdi zu Safed, der den Menschen v_. der Geburt bis zum Tode begleitet — er ist zuglel_ Totengräber — wird durdi diese Zeremonie In di…

  9. 1926-01-01 · 5686 (1925-1926) · p. Seite 137

    …ist die jüdische Seele in der Chalacha nicht Starrt. „Waren Sie schon jenseits des Berges?" — fragt J^ich der Rabbi von Safed. — „Dort ist die Landschaft errlich. Einige Minuten von hier finden Sie die Gräber ■j,°n Schanimai und Hillel mit ihren…

  10. 1926-01-01 · 5686 (1925-1926) · p. Seite 138

    Elias besieigen, wenn er kommt, um die Erlösung zu verkünden!" Oh herrliches Galiläa, erfüllt von Liebe und schwärmerischem Glauben! (Aus dem Ungarischen übersetz! von Johanna G e r g e 1 y). QUR ARJE (Jerusalem): Ein Meroner Wallfahrer. 12…

  11. 1926-01-01 · 5686 (1925-1926) · p. Seite 139

    tiUGO KNÖPFMACHER. Zwei Gedichte. Nach dem Hebräischen des S a u 1 T s c h e r n i c h o w s k y. Worte der Urzeit. Jji* plaudert die Welle, mir flüstert der Quell . .. Poch was sie erzählen, ich kanns nicht verslehn. '<jS ftlhlt nur die Se…

  12. 1926-01-01 · 5686 (1925-1926) · p. Seite 140

    Es spricht der Wald, es spricht der Wald — Erwacht, noch feucht vom Tau der Nacht, Zu neuem Traum von Licht und Pracht. Durchsichtig noch, doch schon voll Sprießen; Da blitzen und schießen aus blendendem Sonne'1' meer Tropfen und Licht — '-…

  13. 1926-01-01 · 5686 (1925-1926) · p. Seite 141

    Im Frühling. Im Frühling wars, Im Frühling unseres Lebens, In einer Nacht, phantastisch und gespenstisch. Da hah ich «lieh gekiil.il Und beiß umschlungen In jener finstern und vergessenen Allee. Still war es rings. Es schwieg der schwarze G…

  14. 1926-01-01 · 5686 (1925-1926) · p. Seite 142

    ARTHUR SCHNITZLER. Bemerkungen. Aus dem Buch der „Sprüche und Bedenken".*) Nicht dort hassen die Menschen am unversöhn lichsten, wo ihnen…

  15. 1926-01-01 · 5686 (1925-1926) · p. Seite 143

    ^eint, eine bestimmte Partei, eine bestimmte Nationalität, ^'ne bestimmte Rasse bedeuteten, in herabsetzendem, gönnendem oder gar beschimpfendem Sinn zu gebrauchen.;jnd mit Vorliebe wird diese primitive und kläglichste torm der Polemik in d…

  16. 1926-01-01 · 5686 (1925-1926) · p. Seite 144

    wenig wir an dem ehrlichen Bestreben mancher Refof' matoren zweifeln wollen, die ursprünglich gewill nichts anderes anstrebten, als das Los der bisher benachteiligten Menschengruppen zum Besseren zu wenden, so liegt es doch tief in der mens…

  17. 1926-01-01 · 5686 (1925-1926) · p. Seite 145

    …oft genug seine Nahrung gera<ie in dem, was seiner Natur am heftigsten zu widerslreben scheint. — in der Gerechtigkeit. Stefan zweig. ^ie Legende der dritten Taube. Ir\ beschrieben im zweiten Jahre des Weltkrieges 1915). In dem Buche vom Anfang der Zei…

  18. 1926-01-01 · 5686 (1925-1926) · p. Seite 146

    sie ihm Botschaft brächte, ob irgendwo schon Land z schauen sei unter dem entwölkten Himmel. Die erste Taube, so ist dort erzählt, hob sich a" und spannte die Schwingen. Sie flog gen Osten und ge Westen, aber Wasser war noch überall. Nirgen…

  19. 1926-01-01 · 5686 (1925-1926) · p. Seite 147

    BIRNBAUM Welthauptstadt (aus „Weltuntergang") Lithographie

  20. 1926-01-01 · 5686 (1925-1926) · p. Seite 149

    ''chlklare, vom Regen süß gewürzte Luft, wogte mit einem ^ale Freiheit um sie und die Gnade des Unbegrenzten. der Tiefe schimmerten die Wasser, wie feuchtes ^oos leuchteten grün die Wälder, von den Wiesen stieg *eiß f)er Brodem der Frühe un…