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Jüdischer Almanach · 1926-01-01 · 5686 (1925-1926) · p. Seite 137

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Journal
Jüdischer Almanach
Volume
5686 (1925-1926)
Date
1926-01-01
Page
Seite 137 (sequence 139)
Language
German
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hinzu, als er sieht, daß sich der Kleine furchtsam, weinerjjch, den ehrenwerten Rabbis nähert und dann flink davon- Suft. „Der Nächste!" Ein festlich gekleideter Kolonist "ringt seinen kleinen Jungen im Arm, wie seinerzeit der Bauer Zions die Erstlinge seiner Felder. Auch diesem feinen „Bräutigam" vom Lande wird bange vor der flenge, er kämpft mit den Tränen, aber der Rabbi fährt 'hm sanft und beruhigend über die krausen Locken. „Seit wann ist die Chalaka gebräuchlich?" — 'rage ich den Rabbi. — „Lurja hat sie eingeführt" — 9'bt er zur Antwort. Ich aber habe das Gefühl, daß sich uns die Reste nicht vierhundert-, sondern viertausendjähriger Gebräuche abspielen. Vielleicht hat man auch Hochzeit des R. Simon schon lange vor der Geburt!•• Simons in dem glauben- und legendenreichen Galiläa be9angen. „Seht doch, kleine weiße Eulenjunge sitzen auf <>em Fenster] Hier ist ihr Nest!" — ruft der Rabbi, Jeudig von seinem Sitz zurückblickend. „Tragt ihnen die Brosnmen hinaus!" Gh, heiliges Galiläa! Hier beten?1ch die Chassidim und Talmudgtlehrten die Natur an. lei" ist die jüdische Seele in der Chalacha nicht Starrt. „Waren Sie schon jenseits des Berges?" — fragt J^ich der Rabbi von Safed. — „Dort ist die Landschaft errlich. Einige Minuten von hier finden Sie die Gräber ■j,°n Schanimai und Hillel mit ihren Schülern. Unten im ,a'e eine kristallklare Trinkwasserquelle, dort entspringt j,er Bach Megido. An seinen Ufern stehen herrliche e'genbäume mit schattigen Riesenblättern, wie man sie [I r3ends sonst sieht. An dem Bergabhange gegenüber ^e9t die alte „Stadt der Priester" und die Grotte der ^°hepriester; oben auf dem Gipfel ein riesiger Fels- [y0ck. stuhlartig geformt, wie ein gewaltiger Granitthron. lesen wird nach unseren Überlieferungen der Prophet 127

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