Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5686 (1925-1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 145 (sequence 147)
- Language
- German
- Belongs to
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digen oder vernichten will, während die Liebe eben all- Zu oft nichts anderes vorstellt, als die Befriedigung oder 9ar das Entzücken über die eigene überdies meist nur Ungebildete Liebesfähigkeit und Liebeskraft, Je mehr uns ein Mensch, den wir im Grunde unserer ^eele nicht leiden mögen, Anerkennung, Bewunderung, 1°—- so paradox es klingen mag — Liebe abzuringen *eiß, umso höher pflegt in uns zugleich jene ursprüngliche Abneigung gegen ihn anzuwachsen; .— und so "ndet' und sucht der Haß oft genug seine Nahrung gera<ie in dem, was seiner Natur am heftigsten zu widerslreben scheint. — in der Gerechtigkeit. Stefan zweig. ^ie Legende der dritten Taube. Ir\ beschrieben im zweiten Jahre des Weltkrieges 1915). In dem Buche vom Anfang der Zeit ist die Gerichte der ersten Taube erzählt und jene der zweiten, je Urvater Noah aus der Arche um Botschaft sandte, qS die Schleusen des Himmels sich schlössen und die „ewösser der Tiefe versiegten. Doch die Reise und das ,c'i'cksal der dritten Taube, wer hat sie gekündet? Auf etl1 Gipfel des Berges Ararat war das rettende Schiff jjestrandet, das in seinem Schoß das Überleben der Sintfeju ^ar9. Menschheit und Getier, und als des Urvaters 2™** vom Mäste nur Woge und Welle sah, unendliches evvüsser, da sandle er eine Taube, die erste aus, daß 135