Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5686 (1925-1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 132 (sequence 134)
- Language
- German
- Belongs to
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- Safed 1× ep/1046078
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Dann kommt ein anderes Lied: „Bar Jodhai nimschachla, aschrecha, Schemen ssasson mechawerecha" „Bar Jochai, sie haben dich gesalbt, Heil dir, deine Freunde, mit dem Ol der Wonne . . ." Den Text dieses alten Liedes habe ich auch schon in der Mausoleum-Synagoge gelesen, in goldenen Lettern, gestickt auf dem weißen Samtvorhang des heilige" Schreines. Dieser Vorhang ist ein Geschenk des Rabbi Abraham und seiner Frau zu Ehren des R. Simons und des R. Eleasar, „auf daß Gott ihnen Kindersegen ange* deihen lassen möge . . ." „Bar Jochai, du wurdest gesalbt Mit heiligem Ol oom heiligen Gefäß, Du trägst deine heilige Lichtkrone . . ." Die eigentliche Salbung des Bar Jochai folgte abC erst nachher. Auf dem hohen Kuppeldache des MausO' leums erheben sich zwei gigantische Säulen mit breitet* Kapitalen. Die Säulen des R. Simons und seines Sohnes R. Elieser. Hieher bringt jeder seine Opfergabe je nach Herzenswunsch, ein Tuch, ein Stück Stoff, ein Haargeflecht» Spitzen, Teppiche, oder gar das neue Meroner Seidenkleid, begießt sie dann mit einer Kanne öl, damit die Gaben gut durchgetränkt werden, worauf die H a d 1 a k a» das Anzünden des Scheiterhaufens folgt. Die Säule11' köpfe werden immer höher und immer noch kommen neue Opfergaben, noch ein Tuch, noch ein Kleid, nO^ eine Kanne Öl. Viele aber warten mit den Opfern, im das Feuer aufflammt. Es mochte zehn Uhr sein, als "e' Rabbi von Safed aus der Synagoge heraustrat, würde' voll, wie einst der Hohepriester aus dem Allerheiligs'cn' die Treppen zum Kuppeldach bestieg und die zwf Scheiterhaufen mit der ihm gereichten kleinen Fackel 122