Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5686 (1925-1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 129 (sequence 131)
- Language
- German
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Es dauert volle drei Stunden, bis wir Meron er- Richen und sidi vor unseren Augen das Mausoleum über <jern Grabgewölbe des Rabbi Simon mit seinen gigantischen weißen Kuppeln, dem großen, viereckigen Hofe, girier Synagoge und den Seitenschiffen erhebt. Der felsige "ergrücken ringsumher ist vollgesät mit Zelten und BarQcken, als hätte sich ein großes Heer niedergelassen. In der Mitte die Baracke des Hadassa-Krankenhauses mit ^•"ztenund Krankenpflegerinnen. Gleich dahinter das Riesendes Keren Kajemcih mit der Aufschrift: „Erlöset das Li)nd der Tanaiten ..." Junge flinke Mädchen, blau-weiß 9ekleidet, laufen umher und schmücken die Wallfahrer JJ1'* blau-veißen Bändern zur Erlösung des Landes der 'a<iaiten .... Audi die Chassidim entziehen sich nicht dieser angenehmen Pflicht. Von Meron, dieser alten Tanaitengemeinde, ist j^aum etwas übriggeblieben. Einige verfallene arabische ffäuser zeigen, wo sie gestanden. Und seitwärts in ien e'sen die Ruine der Synagoge des R. Simon. Nur eine föchige Mauer steht noch so, wie vom Heiligtum in Jer1sa!em. Daneben ein riesiger Granatapfelbaum mit feuerten Blüten und einige bescheidene, kleine Feigenbäume. *) der Milte der Synagoge, unter den Steinfliesen, scheint ^11e Quelle oder Grotlenöffnung zu sein. Eine Grotte mit Spelle, Johannisfruchtbaum oder Feigenbaum, wie jene,!n der sich R. Simons und sein Sohn verborgen hielten, hier keine Seltenheit. Die Ruinen der Synagoge sind?'n herrlicher Aussichtspunkt. In der Mitte der schneeedeckle Gipfel des Hermon, auf der entgegengesetzten e"e der Azmon, mit einem Blick bis zum Meer, seitwärts der sonnenbestrahlte blaue Kinereth-See und unten 111 Teile zwischen Felsenriesen Reiter, die dahinjagen, als ^"ten sie noch vor dem Minchagebet Meron erreichen. L-'e Menge der Wallfahrer drängt sich bereits auf dem des Mausoleums mit den drei Kuppeln, um desto 119