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Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums · 1862-01-01 · Heft 1 · page 101

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Journal
Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
Volume
1862
Issue
Heft 1
Date
1862-01-01
Page
– (sequence 101)
Language
German
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103 scheinen aus unvollständiger Kenntniß jener ersten Angabe und aus zu buchstäblicher Auffassung des bildlichen Ausdruckes „Jemandes moneta sei in die Wett ausgegangen" (d. h. sein Ruf habe sich weit verbreitet) diese späteren frei gedichtet worden zu sein; und vollends der Syniiedrie jer. 2,3 der Abigajil in den Mund gelegte Ausdruck, daß Schanl's moneta noch bestehe, sollte gewiß nicht einmal mehr sein als ein bloßes Bild. Ungeschichtlich ist natürlich auch Nab's Ausspruch Lekadbat 33, d, daß der Patriarch Jakob in Sichem geprägtes Geld eingeführt habe. Ferner: Die gera, von welcher nach vielen pentateuchischen Stellen und noch nach Jech. 45, 12 auf den Schekel 20 gingen, wurde Dar durchweg von den LXX durch Obol, von Onkelos resp. Jonatan durch maa übersetzt, also von Diesen wohl für eine geprägte Münze gehalten, aber mit Unrecht, wie wir § 4 sehen werden. — Die 1. Mos. 33, 19 und Jjob 42, 11 erwähnte desita ist hinlänglich gut aus dem Arabischen erklärt, wonach das Wort „etwas Gewogenes" bedeutete und insofern ein Synonymum von söhekel war, ohne jedoch deshalb von gleichem Gewicht mit diesem gewesen sein zu müssen, wie denn bekanntlich R-osok-liasok. 26, a erzählt ist, R. Akiba habe die Maa in Afrika kesita nennen hören. — Agora in agorat kesef 1. Sam. 2, 36 erklärten ebenfalls die LXX durch Obol, Jonatan für eine Mach wie gera, Kimchi und Fürst gewaltsam für eine Nebenform von gera, Gesenius (als von agar, sammeln) durch „Bettelmünze"; besser leitet man mit einem Anonymus bei Kimchi das Wort vorn aramäischen agar (Lohn) ab, wonach laagorät keöef paffend „für den Lohn eines Silberlings" bedeutete. Endlich über den 1. Chrom 29, 7 erwähnten adarkon werde ich gegen Ende von § 3 reden. 8. 2. Dem Schekel, wie gesagt, giebt die Bibel 20 gera: aber da über die Bedeutung des letzteren Wortes gestrigen wird, so wollen wir vorläufig nachsehen, welchen Werth die späteren Alten dem Schekel zuerkannt haben.

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