Mannheim
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  1. 1916-06-01 · 1 (6.1916) · page 17

    schernd. Der Denenleich. Weiß-schwarze Wildenten kreisen über ihm und schreien eigentümlich dabei. Ueberatt ist es lebendig. Lerchen steigen trillernd auf. Zn der Luft singt's und summt's. Auch wir jubeln im Stillen: „So sei gegrüßt viel ta…

  2. 1916-06-01 · 1 (6.1916) · page 18

    weg da oben von allem Trubel und Verkehr, so schön allein und ungestört. Und wenn einer mal vor Freud und Lust laut aufjauchzt, idann schaut ihn kein Dörfler verständnislos an, höchstens das Echo kann es hören in den Bergen, oder eine Kuh m…

  3. 1916-06-01 · 1 (6.1916) · page 19

    Spaziergang in den Wald Vornahmen, so fing es natürlich gleich an zu stürmen und zu hageln. So saßen wir denn manchen Nachmittag drinnen in -er Stube, spielten Schach, lasen, sangen, mufizierten und lachten. Nach dem Abendessen, wenn's dunk…

  4. 1916-06-01 · 1 (6.1916) · page 20

    Jungen und Mädel umfaßt. Und die Jungen» und Mädelgruppe können mit Stolz und Freude je fünfzehn oder mehr Probewanderer und -Wanderinnen aufweisen. Der „Betrieb" bei jeder Fahrt ist also bedeutend! Unser schönes Heim ist ziemlich groß, und…

  5. 1916-06-01 · 1 (6.1916) · page 21

    …r alle Wanderer und wandrerinnen. — Der gemeinsame Heimabend im April war die peßachfeier. auf der wir Marlin Buber und Berthold Feiwel begrüßen durften, wir sind beiden für die vielen Anregungen außerordentlich dankbar, die sie uns in der anschließenden …

  6. 1916-06-01 · 1 (6.1916) · page 22

    … Zeit u. a. gelesen: Perez Erzählungen, Zuckermanns Gedichte, weinheimers Geschichte des Volkes Israel, Geschichten des Rabbi Nachman. Fragen wie: Jüdisches Jugendwandern, Blau-Weiß und Schule, Blau-Weiß und Elternhaus, Leben der Mstjuden, warum sollen …

  7. 1916-06-01 · 1 (6.1916) · page 23

    Aus der Bewegung I. Mitteilung«« der Vündesleitnng Edith Henschel ist für die Dauer des Sommersemesters nach Heidelberg gegangen und dadurch praktisch für diese Zeit der Tätigkeit in der Bundesleitung entzogen worden. Dr. Albert Bär hat sei…

  8. 1916-08-01 · 2 (8.1916) · page 1

    …vom Blau-Weiss Bund für jüdisches Jugendwandern in Deutschland’ und von den Jüdischen Wanderbünden „Blau-Weiß“ Prag und Teplitz-Schönau; Schriftleitung i. V.: Dr. M. R o s e n b 1 ü t h, Berlin. Zuschriften an Richard G i n s b e r g, Halensee, Kurfürsten…

  9. 1916-08-01 · 2 (8.1916) · page 2

    Mütter August 19X6 Jahrgang H Heft 2 Der Blau-Weißtag in Lockwitz Der Blau-Weißtag hat stattgefunden. Denen, die ihn erlebten, ward er Ereignis. Noch läßt sich seine Bedeutung für unsere Sache nicht abschätzen. Eins nur ist bereits offenbar…

  10. 1916-08-01 · 2 (8.1916) · page 3

    Das Grundstück, das uns der Vater unseres Leipziger Führers Theo Neumann zur Verfügung stellte, erwies sich als über Erwarte« geeignet. Schwer zu denken, was geworden wäre, hätten wir nicht derartiges gefunden. Als uns Ginsberg, den wir nac…

  11. 1916-08-01 · 2 (8.1916) · page 4

    ist, das macht uns diesen Tag unvergeßlich und fast feierlich. Ich glaube, so ging's selbst dem jüngsten Wanderer; denn es wird keinen geben, den nicht tief der Stolz erfüllte mit dazu zu gehSren, einer unter Viele» und doch mit dem Anspruc…

  12. 1916-08-01 · 2 (8.1916) · page 5

    der Organisation und in der Auffaffung so ganz unwesentlich find, gegenüber dem, was uns eint. Wir wissen, daß wir nur ein Anfang find und ein kleiner Anfang; aber schon wächst unser Bund hinaus über alle Ziele, di« uns einengen könnten; ke…

  13. 1916-08-01 · 2 (8.1916) · page 6

    9- Am Abend flammten die Feuer auf der Ruppe des Berges. Die Nacht war erfüllt von unseren Liedern und von dem Lärm und Jauchzen unserer Spiele, die wild und übermütig waren, weil wir -uns stark fühlten. Als es ganz dunkel wurde, drängten w…

  14. 1916-08-01 · 2 (8.1916) · page 7

    daß es keine Trennung ist, wie bisher, und daß es für «ns immer besseres Verstehen und immer engeres Zusammenhalten geben wird» Wir haben erkannt, daß ehrliches Ringen um das, was uns heilig, ist, nicht entfremdet, sondern eint; denn „der G…

  15. 1916-08-01 · 2 (8.1916) · page 8

    Line gewisse Kontinuität konnte erst die jetzige Bundesleitung erzielen, -ohne daß sich die Dauer ihrer heutigen Zusammensetzung bestimmen Läßt. Die Ressorts wurden folgendermaßen verteilt : Ealoary Verkehr nach außen, Marie D a v i d f o h…

  16. 1916-08-01 · 2 (8.1916) · page 9

    stellungsinhalt der von uns beeinflußten Generation jüdischer gestalten sollen. Bedeutende Schriftsteller werden unsere Arbeit unterstützen.; In der Frage des Liederbuches haben wir Fehler gemacht, dir zweifellos zu einer Verzögerung führte…

  17. 1916-08-01 · 2 (8.1916) · page 10

    …henden Führer (erstattet von Hilde preuf). Am Sonntag versammelten sich alle anwesenden Blau-Weiß. Bünde,. also Berlin, Breslau, Hamburg, Leipzig, München, Löln, Mannheim und Ratibor. Nach einer Eröffnungsrede von Aarl Glaser, wurde ein großes Wet…

  18. 1916-08-01 · 2 (8.1916) · page 11

    Der Abend, der dieser Sitzung folgte, war das Eindrucksvollste -an der ganzen Tagung, vielleicht weil er unvorbereitet war und fo ganz rein unserer Stimmung Ausdruck gab. — Auf dem Hügel, der zu unserem Grundstück gehörte, brannte ein große…

  19. 1916-08-01 · 2 (8.1916) · page 12

    traten auf, sodaß wohl 50 Pfund zusammen kamen. Natürlich konnten wir dev Führerschaft nicht nur Aartoffeln vorsetzen. Wir gingen als» einkaufen. Mit guten Ratschlägen, einem großen Wäschekorb - und einem Zettel, auf dem die Namen der Fress…

  20. 1916-08-01 · 2 (8.1916) · page 13

    wortet« stets: in fünf Minuten; aber wenn es nach etwas Extrafeines geben solle, sa möge man sich doch 10 Minuten gedulden. Nach 25 Minuten kam denn auch wirklich ein Wanderer aus dem Dorfe zurück und brachte Marmelade und Erdbeeren als Zus…