Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 4 (1916-1917)
- Issue
- 2 (8.1916)
- Date
- 1916-08-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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stellungsinhalt der von uns beeinflußten Generation jüdischer gestalten sollen. Bedeutende Schriftsteller werden unsere Arbeit unterstützen.; In der Frage des Liederbuches haben wir Fehler gemacht, dir zweifellos zu einer Verzögerung führten, Wir haben, nachdem unferr Berliner Kommifjton einen fertigen Entwurf geliefert hatte, den Wanüer» bünden in Prag und Breslau die Fortführung der Redaktion übertragen, weil uns ihr« Bedenken gegen das dis dahin Geleistete stichhaltig erschienen. Da durch neue Einberufungen unseren Freunden die Fertigstellung ihrer Arbeit unmöglich gemacht wurde, schlägt die Bundesleitung vor, fetzt unter Zugrundelegung des Berliner Entwuriss eine Notauflage erscheinen zu lassen, die gleich nach Friedensschluß durch ein Liederbuch ersetzt werden soll, das dem Wesen unserer Bewegung besser entspricht. Die Einleitung zu der im Ariege erscheinenden Auflage soll eine Erklärung in diesem Sinne enthalten. Der Meinungsaustausch über all diese Fragen ist ein ständiger und sehr lebhafter gewesen. Die Bundesleitüng hat darin stets eine Unterstützung ihrer Tätigkeit gesehen und sich bemüht, auf alles einzugehen und überall das geeignete zum Nutzen unserer Lache zu verwerten. Die Tendenz, zu verstehen und aus allen Aräften die Romponente zu suchen wird dadurch unterstützt, daß der Sitz der Bundesleitung Berlin ist. In Berlin, dem größten Iudenzentrum Deutschlands werden alle Strömungen der deutschen Iudenheit am klarsten erkennbar. Der Blau-Weiß-Berlin ist unser größter Verein. Wenn auch die Zahl auf den Wert keinen Schluß zuläßt, so darf man doch sagen, daß auch er eine Auswahl der großen Masse der Berliner jüdischen Jugend darstellt. Die Berliner Führerschaft umfaßt allein infolge ihrer Größe alle Richtungen, die im Blau-Weiß erkennbar sind, ohne daß es einer gelungen ist, die anderen zu majorifieren. Ans ihr rekrutiert sich die Bundesleitung, daher ringt' auch in dieser Ansicht gegen Ansicht, und das ist gut so. Daß eine gewisse Verschiedenheit in der Auffassung über die Stellung der Bundesleitung noch immer besteht, ist erklärlich. Die Bundesleitung betrachtet sich als die Repräsentanz der Bewegung. Sie will, daß sich im Blau-Weiß die verschiedenartigen, aber lebensvollen Bestrebungen auswirken, die sich in ihm geltend machen; aber sie will vermitteln und ausgleichen und sieht eine wesentliche Aufgabe in der Verpflichtung, - darüber zu wachen , daß der Blau-Weiß bei aller Verschiedenheit der einzelnen Bünde seinem Ziel —- der Erziehung zum jüdischen Menschen -^- überall mit dem gleichen. starken Willen zustrebt»