Mannheim
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Blau-Weiss-Blätter · 1916-08-01 · 2 (8.1916) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
4 (1916-1917)
Issue
2 (8.1916)
Date
1916-08-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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wortet« stets: in fünf Minuten; aber wenn es nach etwas Extrafeines geben solle, sa möge man sich doch 10 Minuten gedulden. Nach 25 Minuten kam denn auch wirklich ein Wanderer aus dem Dorfe zurück und brachte Marmelade und Erdbeeren als Zuspeise zu den Nudeln. Wo er das Damenrad herbekommen hat, auf dem er anschwirrte, ist mir noch heute ziemlich schleierhaft. Nun brauchten nur noch die Aartoffeln weich zu werden. Inzwischen beschafften wir Tische und Sitzgelegenheiten für die Führerschaft. Das war nicht so einfach, weil die Stühle und Bänke alle oben auf der Terrasse standen, Schließlich stellten wir einig« Tröge Und Aisten aus der Fabrik um die Tische herum, die unsere Mädel mit Blumen und Blättern sehr fein geschmückt halten. ■ Auf dem Hof sammelten sich immer mehr Führer und Führer»! tuten an und schrien nach Brot. Als wir uns garnicht mehr zu helfen wußten, gingen wir schmierig und berußt zu Rarl Glaser, klagten unsere Not und baten ihn, die Ungeduldigen zu beschwichtigen. Er rief also einige Worte in den Lärm, von denen ich nur meinen Namen verstand. £tUt Münzer wußte gleich, was los war und sagte: «Achtung, komm schnell weg, jetzt gibt's 'ne Lobrede!" Schleunigst verzogen wir uns zu unserem Rochplatz. Hier hatten einige Mädchen eine Art Wagen aufgegabelt, in den sie die Speisen stellten. Das war unsere Gulaschkanone. Sie fuhr an und war sofort von Führern und Führerinnen belagert, die hungrig mit den Löffeln an ihre Kochgeschirre schlugen und uns nur schwer weiterließen. Endlich hatte jeder zu essen, Der Appetit bewies, daß eine solche Sitzung hungriger macht als eine Fahrt. / Wie das immer ist, haben wir, die Röche, trotz großer Lobpreisungen nur Reste erhalten; aber einer, der richtig mitgegeffen hatte, erzählte mir auf der Rückfahrt, außer diesem Mittagessen habe es überhaupt nichts vernünftiges gegeben und diesmal fei e r sogar satt geworden. . , - ■; - . , . . Berlin . . , : 2idney Haskek Lrertagabend in Lockwitz; Noch einmal kehrten wir nach Lockwitz zurück, wo wüe so herrliche, erhabene Stunden verlebt hatten. . ,.f . Die Sonne, sandte ihre letzten glühenden Strahlen, ehe sie hinter den Bergen zur Ruhr ging. Müde und hungrig kamen wir an. Einige Mähel. und, Jungen waryt schon lange vorausgeeilt, um noch

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