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  1. 1806-01-01 · 1. Bd 2 H. (8.1806) · p. Seite 154 · Briefe an den Herausgeber der Sulamith

    J54 finb seltene Ausnahmen von der Regel, rurd nur ein glückliches Zusammentreffen von tausend günstigen Umständen, ein zufälliges Gelingen gewagter Unternehmungen, mühsam erworbenes, und durch eine glückliche Speculationsgabe fertwuchernde…

  2. 1806-01-01 · 1. Bd 2 H. (8.1806) · p. Seite 155 · Briefe an den Herausgeber der Sulamith

    J5S träglich macht, ist die solidarische Verbindung, in welcher die Jüdische Kolonie, so wohl in Ansehung der-Abgaben» als in Absicht ihrer Verfassung überhaupt, stehet. Diese drückendste aller Laste» muß -eben nachdenkcndtn Hausvater, der …

  3. 1806-01-01 · 1. Bd 2 H. (8.1806) · p. Seite 156 · Briefe an den Herausgeber der Sulamith

    -56 «o|fitt, welche ihnen ihre solidarische Verbindung nokhwrtidig eröffnen, und dadurch ihre Seele mit banger Besorgniß erfüllen »nuß. Nach den Grundsätzen dieser Verbindung muffen nämlich nicht allein die Einwohner einer Stadt oder einer …

  4. 1806-01-01 · 1. Bd 2 H. (8.1806) · p. Seite 157 · Briefe an den Herausgeber der Sulamith

    für das Höhere und Schönere des Lebens, der ahndet nichts von der hohen und edlen Bcsiimmung seines denkenden unsterblichen Geistes. Erst muß der Mensch Nahrung und Kleidung, er muß etwas haben, wo er sein Haupt hinlegc. Er kann nicht wie d…

  5. 1806-01-01 · 1. Bd 2 H. (8.1806) · p. Seite 158 · Briefe an den Herausgeber der Sulamith

    r5ß Speculircn und Machiniren, Duchhaltcn und Wechsel schreiben» und dergleichen gcist - und herzlose Geschäfte sind die Gegenstände des Unterrichts — und diese werden mit einer solchen Wichtigkeit und Sorgfalt getrieben, als wenn das Heil …

  6. 1806-01-01 · 1. Bd 2 H. (8.1806) · p. Seite 159 · Briefe an den Herausgeber der Sulamith

    …len können? Doch ich will mich in diesem Falle lieber der Worte eines Ihrer geachtetstcn Religionsmitglieder, des Herrn David Friedlander, bedienen, es möchte sonst Manchcm, der mich nicht naher kennt, scheinen, als harre ich etwas parthciisch beobachtet, „…

  7. 1806-01-01 · 1. Bd 2 H. (8.1806) · p. Seite 160 · Briefe an den Herausgeber der Sulamith

    l6» — Doch ich habe Ihre Aufmerksamkeit schon;n lange m Anspr-uch genommen, und spare mir dcßhalb so manche interessante Gegenstände für die folgenden Briefe. Mir Achtung und Freundschaft Ihr C. W. Ep. VI. * Erklärung der Titelvignettc * *)…

  8. 1806-01-01 · 1. Bd 2 H. (8.1806) · p. Seite 161 · Erklärung der Titelvignette

    —» 161 Spitze cittcr Festung den wilden Blicken des herannahenden Feindes so ohne alle Wehr cntgcgenstellt? — Welche sonderbare Idee mag sich wohl manches junge Mädchen, dessen Seele voll romanhafter Träumereyen seiner gewöhnlichen Licbling…

  9. 1806-01-01 · 1. Bd 2 H. (8.1806) · p. Seite 162 · Erklärung der Titelvignette

    ißt - wahrlich nichts geringes, dir Retterin einer von Zerstörung und vorn Untergänge bedrohckcn Stadt, und die Wieder« herstcllcrin des Friedens zwischen einem Volke und seinem verkannten Könige zu scyn. Zu einem solchen Unternehmen sollte…

  10. 1806-01-01 · 1. Bd 2 H. (8.1806) · p. Seite 163 · Erklärung der Titelvignette

    übergcgangcne zu tu'<rtrcffctt. Der König beorderte stincn gcrrencn Fcldhcrrn Ioab, au der Spitze eines mächtigen Kriegkshecrs den Dcrrälhcr überall zu verfolgen. Dieser, hatte sich indcß in eine bcfesiigte Stadt geworfen, hier er«, wartete…

  11. 1806-01-01 · 1. Bd 2 H. (8.1806) · p. Seite 164 · Erklärung der Titelvignette

    164 — besänftigte Ioab kehrte zu seinem königlichen Herrn zurück, ihn, einen bleibenden Frieden und eine immerwährende Ruhe zuführcnd. —^ Kur;, aber höchst bedeutungsvoll ist die Geschichte dieser großmüthigen Orientalinn, dieser Retterinn …

  12. 1806-01-01 · 1. Bd 2 H. (8.1806) · p. Seite 165 · Erklärung der Titelvignette

    Möget ihr, meine theuren Glaubensgenossen, alles Las recht beherzigen, was die friedfertige Sulamith zu unserer aller Ruhe und Glückseligkeit aus dem Reiche der Wahrheit euch darbictct! Möget ihr das Dundcszei» chen des Friedens, welches si…

  13. 1806-01-01 · 1. Bd 2 H. (8.1806) · p. Seite 166 · Gallerie schädlicher Mißbräuche, unanständiger Convenienzen und absurder Ceremonien unter den Juden

    166 “— darbrachte: und es schien mir, als scy die Art ihres ersten Darbringcns ein wenig zu ernsthaft, und dürste von ihren jugendlichen Freunden und Freundinnen, welche doch auch bedacht werden müssen, vielleicht nicht gan; gebilligt werde…

  14. 1806-01-01 · 1. Bd 2 H. (8.1806) · p. Seite 167 · Gallerie schädlicher Mißbräuche, unanständiger Convenienzen und absurder Ceremonien unter den Juden

    L§7 ftc zu schätzen. Sie ist eine Feindin alles Ungereimten und' Lächerlichen, sie rügt frei heraus die Fehler ihrer Mitmenschen, und alles, was ihr mißfällt; sie ist aber auch eine wahre Freundin eines guten Humors» scherzt oft gerne ans e…

  15. 1806-01-01 · 1. Bd 2 H. (8.1806) · p. Seite 168 · Gallerie schädlicher Mißbräuche, unanständiger Convenienzen und absurder Ceremonien unter den Juden

    unseres Erzvaters I a c o b mit seiner scharmanten R a h e f, unserer weiland Urgroßmama. An einem Brunnen ihre Heerde tränkend, fand eines Tages der fromme Jacob die liebenswürdige, blühende Rahcl. Gleich beim ersten Blicke gefiel dem sanf…

  16. 1806-01-01 · 1. Bd 2 H. (8.1806) · p. Seite 169 · Gallerie schädlicher Mißbräuche, unanständiger Convenienzen und absurder Ceremonien unter den Juden

    r6s Zjpora, die älteste Tochter, Jethro's gefiel ihm, und — sie wurde die Gattin des nachmals so großen Gesetzgebers Moses, des göttlichen Mannes. Dieß sind einige Heurathsstiftungen, die uns das Buch der Bücher, die Bibel, in einem ihr eig…

  17. 1806-01-01 · 1. Bd 2 H. (8.1806) · p. Seite 170 · Gallerie schädlicher Mißbräuche, unanständiger Convenienzen und absurder Ceremonien unter den Juden

    17° Tochter Israels mochte da, einen Jüngling küssend * *ו, ihm die Wonc Salomo's ko sind ins Ohr geflüstert haben: ״Lrhwarz bin ich zwar, doch niedlich u. s. w."") Gefiel einem jungen Israeliten ein -Mädchen, er bedurfte ihm nicht erst, de…

  18. 1806-01-01 · 1. Bd 2 H. (8.1806) · p. Seite 171 · Gallerie schädlicher Mißbräuche, unanständiger Convenienzen und absurder Ceremonien unter den Juden

    —^ . ' *7l Überbringer denn der Israelit kannte den Handel nicht? und Geld hatte bei dem gewöhnlichen Israeliten nur wenigen Werth. Er bestellte sein Feld und genoß die Früchte, die er im Schweiße seines Angesichts sich erworben, in dem frö…

  19. 1806-01-01 · 1. Bd 2 H. (8.1806) · p. Seite 172 · Gallerie schädlicher Mißbräuche, unanständiger Convenienzen und absurder Ceremonien unter den Juden

    I7* _ ~ _ - drückte Mts, was ihm hatte lästig scyn können. Seine Religionsgcsctze hinderten ihn in, keinem Unternehmen. Die Zahl der Gesetze war klein, da es damals keine Rabbinen gab, die, wie in unfern Zeiten, durch Sinnverdrehungen ihre …

  20. 1806-01-01 · 1. Bd 2 H. (8.1806) · p. Seite 173 · Gallerie schädlicher Mißbräuche, unanständiger Convenienzen und absurder Ceremonien unter den Juden

    in kalt bleiben, wenn ein Jcsaias *) ein HabakukMd ' dergleichen Propheten, s» den Herzen der Menschen spra- ' chcn? — Doch das Gute ist sehr oft nur auf eine kurze Zeit das Erbrheil des Menschen. Auch jene Zeiten des Glücks waren leider! f…