Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 2 H. (8.1806)
- Article
- Briefe an den Herausgeber der Sulamith
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 156 (sequence 9)
- Language
- German
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-56 «o|fitt, welche ihnen ihre solidarische Verbindung nokhwrtidig eröffnen, und dadurch ihre Seele mit banger Besorgniß erfüllen »nuß. Nach den Grundsätzen dieser Verbindung muffen nämlich nicht allein die Einwohner einer Stadt oder einer Provinz, sondern alle Provinzen insgesammt, in Waffe für die königlichen Gefalle hasten; und wenn Städte oder Provinzen verarmen, so müssen alle übrigen ihre Last übertragen. Es ist ferner für die Judenschast in jedem Orte Pflicht, auf einander Acht zu haben, verdächtige oder gesetzwidrige Handlungen ihrer Mitglieder anzuzeigen, und nach Dewandlniß der Umstände für die Wegschaffung solcher Mitglieder zu sorge». Sie sehen auf dem ersten Blick, daß diese Verfassung nicht nur alle Schranken der Billigkeit überschreitet, persönliches Recht und Sicherheit des. Eigcnthums verletzt, sondern auch die bürgerliche Existenz eines Jeden außerordentlich erschwert und den gefährlichsten Einfluß auf den sittlichen Charakter der Jüdischen Nation haben muß. — Doch ich komme bcy einer andern Gelegenheit auf diese« Gegenstand zurück, und mag dcßhalb dem geordneten Gange meiner Ideen nicht vorgreifcn. Ich wollte hier bloß die drückenden Lasten, unter welchen Ihre unglücklichen Glau* bensgensssen seufzen, aufzahlcn, und dadurch zeigen, wie schwer der Staat dem Juden die Erhaltung seines Leben«! macht. ■ Wer nur immer sür die nächsten und uothwendigsten Bedürfnisse des Lebens sorgen, alle seine Seelenkraftr nud auf dm Erwerb des täglichm Drods richtm, wer seine irdischen Tage nur unter dm eitelen Mühm und Sorgen . des Lebms hinbrmgm muß: der verliert auch dm Siua ' ' : . für