Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 2 H. (8.1806)
- Article
- Gallerie schädlicher Mißbräuche, unanständiger Convenienzen und absurder Ceremonien unter den Juden
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 167 (sequence 3)
- Language
- German
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L§7 ftc zu schätzen. Sie ist eine Feindin alles Ungereimten und' Lächerlichen, sie rügt frei heraus die Fehler ihrer Mitmenschen, und alles, was ihr mißfällt; sie ist aber auch eine wahre Freundin eines guten Humors» scherzt oft gerne ans eine anständige Art, und wahrlich, nicht wenig schmeichelhaft ist es ihr, wenn auch junge Herren und Damen sie mit Beifall anhören. Daher wird sie stets Sorge tragen, daß ihren jugendlichen Freunden und Freundinnen nicht immer lauter ernsthaftes Wesen aufgqtischt; sondern zuweilen auch etwas Unterhaltendes mitgetheilt werden wird. Der Anfang einer solchen Unterhaltung kann wohl, meines Erachtens, nicht besser gemacht werden, als wenn hiervon den vielen auffallenden, sonderbaren Ceremonicn der jüdischen Acligionsbckcnner, unter andern über das Hcurathen und die Hochzcitsfcier der Juden etwas mitgetheilt und zugleich das Nöthige deshalb gerügt wird; indem dieser erwähnte Gegenstand einen reichhaltigen Stoff zur-Untcrhaltung gewährt, und ein immergültiger Gegenstand ist und bleiben wird, welcher des Menschen Herz seht erftcntt ■ Heurathen finden bei allen Völkern und Nationen Statt, dicß wird jedem Kosmopoliten bekannt seyn , nur ist die Art der Ccremonien und Gebräuche, welche dabri beobachtet werden, in Rücksicht der Form, ganz verschieden. Von ganz eigener und sonderbarer Art aber sind die Hem ralhssiistungen und Hochzeiten der Juden. Indessen weicht die Art und Weise der jetzigen Beschaffenheit und Einrichtung derselben von derjenigen der alten Israeliten fast ganz M Wie schön, naiv, und ganz dem Stande der Nattw zeinaß, in welchem die Patriarchen lebten, die fast all« ihre Ehen an Brunnen stifteten, war. nicht j. 5>. die Heurach i um