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Sulamith · 1806-01-01 · 1. Bd 2 H. (8.1806) · p. Seite 169

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Journal
Sulamith
Volume
Erster Jahrgang 1806-1807
Issue
1. Bd 2 H. (8.1806)
Article
Gallerie schädlicher Mißbräuche, unanständiger Convenienzen und absurder Ceremonien unter den Juden
Date
1806-01-01
Page
Seite 169 (sequence 5)
Language
German
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r6s Zjpora, die älteste Tochter, Jethro's gefiel ihm, und — sie wurde die Gattin des nachmals so großen Gesetzgebers Moses, des göttlichen Mannes. Dieß sind einige Heurathsstiftungen, die uns das Buch der Bücher, die Bibel, in einem ihr eigenthümlichen naiven Tone erzählt, welcher gewiß in jedes fühlenden Mmschen Herzen die süßeste Empfindung zurücklaßt, indem jenes einfache friedliche Hirtenlebea unserer Voreltern, der lästigen Cowvenicnz unserer Zeit wohl mit Recht vorzuziehen ist. Wie eigentlich die Ehen der Israeliten gestiftet wurden, als sich dieselben noch im gelobten Lande befanden, ist mir nicht ganz bekannt, indem von den jüdischen Schriftstellern älterer Zeiten nur sehr wenige Aufschlüße über diesen Punkt vorhanden sind. So viel ist indessen gftviß, daß die Heurathssiiftungen und Hochzeiten in den damaligen Zeiten weit einfacher und prunkloser, als bei den meisten der heutigen Juden vor sich giengen und gefeiert wurden. Der Talmud erzählt, daß in jener ehrwürdigen Zeit, wo der jüdische Tempel noch stand, am Versöhnungsfeste B'nisin m* und am xstm des Monats Ab. (im Juli) alle Mädchen und Jünglinge Jerusalems vor die Thvre dieser Stadt zogen, um dort in liebenswürdiger Eintracht durch Tanj und Fröhlichkeit die Tage des Festes zu verherrlichen. Hier war gewöhnlich der Ort, wo hie meisten Ehen ge« schlossen wurden. Eine in der That ganz eigene und naive Art zu Heurathen. Die reichem Mädchen gaben der Verordnung gemäß einige . Tage vor dem Feste, den Armem schöne Kleider, welche den ihrigen gleich warm, damit sie ihrer Armuth wegen nicht beschämt werdm, und den Jünglingen nicht mißfallen möchten: und so manche brünttte ' , ‘ ■ "■ : . Tsch«.

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