Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 2 H. (8.1806)
- Article
- Briefe an den Herausgeber der Sulamith
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 159 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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JS9 Irrs, den geistreichen Philosophen und scharfsinnigen Arzt, der sich durch die Schrift über den Geschmack mtd durch die Briefe an Aerzte, die Achtung und Dankbarkeit des gebildeten Publikums erworben har, wenn ich den scharfsinnigen Ausleger des großenPhi- Josephen zu Königsberg, und den einsichtsvollen Herausgeber der Actensiücke ausnehme — wie viele werden sich dann wohl noch finden, welche sich in die Reihe unserer guten Schriftsteller und gründlichen Gelehrten stellen können? Doch ich will mich in diesem Falle lieber der Worte eines Ihrer geachtetstcn Religionsmitglieder, des Herrn David Friedlander, bedienen, es möchte sonst Manchcm, der mich nicht naher kennt, scheinen, als harre ich etwas parthciisch beobachtet, „Es soll und darf nicht geläugnet werden, sagt er in der Einleitung zu den Actenstückcn, Seite 35 u. f., daß die äußere Politur und Geschliffenheit, auf welche meine Mtbruder s vielleicht mit jn großer, oft bis an Dünkel grunzender Selbstgefälligkeit) Ansprüche machen , nicht immer gediegene Aechtheit, L. h. nicht immer wahre Aufklärung zum Gründe hat." — Die gesunde, vernünftige Aufklärung, die reinere und bessere Erkenntniß, das gründliche und wahre Wissen ist alfi» bey Ihren Glaubensgenossen noch lange nicht so allgemein, als es seyn sollte und feyn könnte. Aber ich wiederhole es noch einmal, die Schuld davon ist Jhnm nicht ganz seyzumessen, und fällt größtentheils auf den Staat und die bürgerliche Verfassung der Juden zurück. — M L Doch 1