Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 2 H. (8.1806)
- Article
- Briefe an den Herausgeber der Sulamith
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 158 (sequence 11)
- Language
- German
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r5ß Speculircn und Machiniren, Duchhaltcn und Wechsel schreiben» und dergleichen gcist - und herzlose Geschäfte sind die Gegenstände des Unterrichts — und diese werden mit einer solchen Wichtigkeit und Sorgfalt getrieben, als wenn das Heil der Menschheit davon abhicnge. Was man ihnen in Len gewöhnlichen Schulen für Religion verkauft, ist leerer, abergläubischer Ccremvniendicnsi, ist todtcs, fruchtloses Gedächrnißwerk. Das Her; bleibt dabei kalk, der Wille unbelebt, das Göttliche unerkannt, und der lebendige Geist im Menschen wird mit Worten crtödtct. Ist r's La zu verwundern, wenn die Zahl der wahr, hast gebildeten und aufgeklärten Juden so äußerst klein ist? wenn nur Wenige die Spreu von dem Waizcn gehörig zu sondem wissen, und die geläuterte Religion ihrer Daker mit Warme annehmen? wenn von Len Hundcrttauftndcu» die durch ein ungünstiges Schicksal auf dem Erdkreis zcr» Prem, durch ihre National-Religion aber wieder vereinigt sind, so unbedeutend Wenige in das Heiligthum der Wissenschaften cingcdrungcn sind, und Las Gebiet des Wissens bereichert haben? — Ich will nicht in die frühere Geschichte hinabsteigen, sondem nur bei den lichtvollen Tagen unserer Zeit stehen bleiben. Wie so gar klein ist die Zahl dcrieaizen, die rin strenges Nachdenken und ein gereistes Urtheil, die wahrhaft nährende, gründliche Gelehrsamkeit, einen ausgebildeten Geschmack und einen edlen Geist vor dem Publikum dokummtirt hatten? Wenn ich den denkenden Verfasser des Phädon und der Morgenstunden, dm großm Philosophen, der uns eine streng durchdachte Lra,v.scr«dentalr Philosophie gab , die gebildetenc Herausgeber des H eb räi sch en Sa mm. *—•' Je«'