Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 2 H. (8.1806)
- Article
- Erklärung der Titelvignette
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 163 (sequence 4)
- Language
- German
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übergcgangcne zu tu'<rtrcffctt. Der König beorderte stincn gcrrencn Fcldhcrrn Ioab, au der Spitze eines mächtigen Kriegkshecrs den Dcrrälhcr überall zu verfolgen. Dieser, hatte sich indcß in eine bcfesiigte Stadt geworfen, hier er«, wartete er nun ruhig die Ankunft des Feldherr«« Das Heer rückte an. Schon wurde» Schanzen aufgeworfen, schon siürmti man auf die Stadt los, um die Festungswerke zu demolircn. Den unglücklichen Einwohnern drohctc das fürchterliche Rachschwert des Helden, der bey der bevorstehenden Eroberung alles in Feuer und Brand stecken würde; alle Schrecke» des Krieges und dcrNoch schwebte» schon über die Häupter der unschuldigen Bürger der belagerten Stadt. — Die sanfte Friedensgöttin, Vernunft, tritt oft mitten im heftigsten Kriegcsgctümmcl auf, und' durch Worte des Friedens enttvaffnet sic die aufstrebende Wuth empörter Herzen, und die gezückten Schwerter ent-' sinken schnell den mächtigsten Heldmarmen. Von Vaterlandsliebe beseelt erscheinet Sulamith auf der äußersten Warte der Festung, dem Feldherrn den Bund des Friedens darrcichcnd. Wenig, aber kraftvoll waren ihre Worte: «aMip»awr; Ich bi» eine Friedliebende, Getreue in Israel! Nnr unachtsame G rä nfa in feit kann e f wa gen, unschuldiges Menschenblut zu vergießen. Laß dir ander Aebergabe des Schnl d i ge n genügen,, und verderbe nicht um eines Einzigen willen die ganze Stadt. Sanft wie Oel flössen die Worte des Friedens von idem beredten Munde der großen Hrldensrau? der Vorschlag zum Frieden ward angenommen, man wakf den Kopf des Verräthers de» neuen Frmndm zu, und der - tu