-
— 33 voller Spekulationsartikel. Gar mancher Frankfurter war durch, den Gewinn, den der Handel mit Wein abwarf, zu einem reichen Manne geworden1). Besonders zu Meßzeiten war bei günstiger Marktlage ein großer Gewinn damit zu erzielen. Also …
-
…r, 1. c, S. 585. In Nürnberg war ebenfalls den Juden verboten, Gewürze, „die gewogen wurden", an Christen zu verkaufen. Barbeck, S. 9. 3) Siehe die Auseinandersetzungen hierüber bei Bücher, S. 585 u. 586. *) Siehe die Belege bei Hoffmann Nr. 131, …
-
— 35 — betreiben die Eheleute Zorline und Süßkind, jeder von einander gesondert, iure Geschäfte. Der Handel mit den erwähnten Gegenständen hatte immerhin, wenn er auch von dem Pfandgeschäft seinen Ausgang nahm, einen großzügigeren Charakter…
-
— 36 — So häuften sich im Laufe der Zeit in den Häusern der Juden große Lager von Waren der verschiedensten Art an, zu denen noch die Trödelsachen im eigentlichen Sinne des Wortes hinzukamen, alte, gebrauchte, abgenutzte Gegenstände. Wenn w…
-
— 37 — Lebensunterhalt gefunden habe1). Also auch hier, wie bei den Christen der Zeit, die Anschauung, daß keiner in den Nahrungszweig des andern eindringen dürfe. Der wegziehende Jude, der Schuldner zurückließ, sollte seine Forderungen nic…
-
— 38 — tändeln zu dürfen, von der Gemeindeverwaltung erkaufen, die dann jeden anderen von seinem Kundenkreis fernhielt1). Die deutschen mittelalterlichen Gesetzbücher (Sachsen-, Schwabenspiegel usw.) berühren kaum die jüdischen Handelsgesch…
-
— 39 — Jahre 1376 jüdische Ärzte „wegen der vielen Dienste, die sie den Bürgern täglich durch ihre ärztliche Kunst erweisen", von jeder Steuer und Abgabe, sowie vom Tragen des Judenzeichens1). Papst Bonifazius X. nimmt sogar den verdienstvo…
-
— 40 — In den Steuerlisten findet er sich noch bis 1391x). Neben seiner Praxis betrieb er ein ausgedehntes Geldleih- und Pfandgeschäft. Der Name keines Arztes findet sich auch annähernd so oft in den Gerichtsbüchern erwähnt, als der seine. …
-
— 41 — Wenn wir die BestaUungsurkunde des Salman Pletsch mit der von christlichen Ärzten aus dieser Zeit, z. B. der des Hans, genannt Wolf, vom Jahre 1381 und der des Hermann von Worms vom Jahre 1393 vergleichen1), so erkennen wir, daß sie …
-
— 42 — 1395 hatte auch ein Arzt namens Nathan einen allerdings nur ganz kurzen Aufenthalt in Frankfurt genommen1). Anscheinend konnte er sich hier nicht behaupten, da der ärztliche Beruf zu übersetzt war. In den Gerichtsbüchern tritt auch S…
-
in der ersten Judenschlacht (1241) zeigt1). Dem damaligen Blutbad fielen auch drei Kabbiner zum Opfer, Eabbi Isaak, ben Eabbi Nathan2), ferner Eabbi Isaak Habachur und als dritter Eabbiner ebenfalls ein Isaak. Als sich nach dem Gemetzel all…
-
— 44 — mit 18 Gulden angeführt1). Von 1374 ab tritt Eabbi Ascher auf2), der den Kuf hoher Gelehrsamkeit hatte. Er ist vielleicht3) der Verfasser eines ergreifenden Gebetes, das für die Stunde des Märtyrertodes, auf den jeder gefaßt sein und…
-
— 45 — wegen eines Vergehens, „von brache wegin, als ich widder sie und die iren getan", wie er selbst in einer noch erhaltenen Urkunde gesteht1) — wir wissen nicht, worin sein Vergehen bestanden hat. — eingekerkert, doch auf Verwendung des…
-
— 46 — damit er durch. Vergleich Streitigkeiten schlichte oder auf Grund des mosaisch-talmudischen Gesetzes entscheide. War der Ruf seiner Gelehrsamkeit sehr groß, so wandten sich in solchen An-r gelegenheiten nicht nur Mitglieder der eigen…
-
…Das Amt der Kabbiner war bis zum Ende des XII. Jahrhunderts ein Ehrenamt, ohne Entgelt; das änderte sich später und gab Maimonides Anlaß, heftig gegen die zu eifern, die sich für die Ausübung ihrer Tätigkeit bezahlen ließen2); sie verloren ja damit a…
-
…d seinem Vater, s. Güdemann, HI, S. 49. Einer der im ersten Blutbad in Frankfurt getöteten Rabbiner führte den Beinamen Chasan (Vorbeter). Baruch hatte 1398 das Amt niedergelegt, dehn das Rechenbuch dieses Jahres nennt ihn einen ehemaligen Vorsän…
-
— 49 — Von sonstigen Beamten finden wir in der Frankfurter Gemeinde den Judenschreiber, auch nur als Schreiber bezeichnet. Er hatte Verträge und sonstige Beurkundungen aufzuzeichnen, vielleicht schrieb er auch die Gesetzesrollen. Als solche…
-
— 50 — Ende des Jahrhunderts durften die „Hocken" nur in ihren Häusern und auf ihren verzinsten Fenstern feilhalten; wer beider entbehrte, dem sollte auf dem Samstagsberg ein Stand angewiesen werden. Es läßt sich nicht bestreiten, daß die J…
-
— 51 — Zum Schluß haben wir noch der Dienstboten bei den Juden zu gedenken. Die gerichtlichen Verhandlungen führen uns Judenknechte und Judenmägde vor, deren Namen schon auf christlichen Ursprung hindeutet, wie Contzechin, der Knecht Abraha…
-
Philanthropin Realschule und Lyzeum der israelitische" Gemeinde FRANKFURT a. M. Hebelstrasse 15/19. Jahresbericht Ostern 1915. Inhalt: Schulnachrichten. Vom Direktor Dr. S. Adler. Frankfurt a. PI. Druck vqn Kumpf^ 19J - R e i s. 1915. Progr…