Mannheim
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  1. 1861-01-01 · Heft 1 · page 137

    …te das in kurzer Zeit entstandene Büchelchen „Eine frohe Botschaft für Israel" 106) jüdischen Philosophen und Theologen Menasse Ben Israel". Er entwickelt mit einem Aufwand vieler Bibelstellen, daß die Tage, in welchen nur Eine Heerde und Gott, der Einzige, …

  2. 1861-01-01 · Heft 1 · page 138

    119 deuten, daß der Komet von 1652, die wüthenden Kriege in Polen, die Revolution in England nothwendig Vorläufer jener von allen Propheten verkündeten Epoche seien. 107) In würdiger, der Bedeutsamkeit des Themas angemessener Weise erwidert…

  3. 1861-01-01 · Heft 1 · page 139

    120 derartigen Verkündigungen Israel Trost zusprach und in den damaligen Weltverhältnissen die Nahe des Messiasreiches erblickte. Heinrich Jesse, ein anderer holländischer Geistlicher, entwickelte ähnliche Ansichten in seinem Buche „Von dem…

  4. 1861-01-01 · Heft 1 · page 140

    …aham de Balm es (Balmas), ein bedeutender Grammatiker und Arzt in Padua, der, wie Jacob Mantino, verschiedene Werke des Averroes ins Hebräische übersetzte. Köre Ha-Doroth (ed. Cassel), 32 b; Ren an, Averroes et l’Averroisme (Par. 1850), 302. Von de…

  5. 1861-01-01 · Heft 1 · page 141

    122 aufzumuntern, in Ihrem Streben fortzufahren und des Hillelschen Ausspruchs eingedenk zu sein: An dem Orte wo kein Mann ist, sei Du Mann. Bemühen Sie sich auch ferner unsere Wissenschaft zu lernen und Mehreres zu lehren. Hatten auch Ihre…

  6. 1861-01-01 · Heft 1 · page 142

    123 Vertrauten Umgang pflegte Menasse ferner mit dem durch feine Werke Epoche machenden Arzt Zacuto Lusitano, dem Licentiaten Daniel de Caceres und dem Doctor Diego Darrassa, welcher in der Astronomie, Medicin und Botanik wohl bewandert und…

  7. 1861-01-01 · Heft 1 · page 143

    124 nasse die geachtete Stellung nicht, welche er sich durch sein emsiges Streben und seine mühevollen Arbeiten in der Welt errungen hatte seine Neider benutzten jede Gelegenheit, ihn zu verdächtigen; mit seinen Collegen lebte er nicht in E…

  8. 1861-01-01 · Heft 1 · page 144

    … Bedauern seiner christlichen Freunde. „Menasse beabsichtigt nach Brasilien zu reisen", schreibt Vossius, der Vater, an Hugo Grotius im Januar 1640, „und wird dort wohl den Gelehrten spielen, hauptsächlich aber will er Handel treiben. Er ist nicht weni…

  9. 1861-01-01 · Heft 1 · page 145

    126 ich ihm für die mir erzeigten Gefälligkeiten dienen, so würde ich es mit Vergnügen thun. Ich glaubte immer, daß die Juden in Amsterdam reich und freigebig wären, sehe aber, daß ich mich getäuscht habe. Uebrigens zweifle ich, daß sie die…

  10. 1861-01-01 · Heft 1 · page 146

    … Resultate wir früher kennen gelernt. Die Buchdruckerei, welche allem Anscheine nach einige Jahre aus Fremde, wie Elias Aboab, übergegangen war, übergab er seinem mit talmudischen und Sprachkenntnissen ausgerüsteten Sohne Joseph, der ihr aber nu…

  11. 1861-01-01 · Heft 1 · page 147

    128 Schon im Jahre 1650 begrüßte er sie zu ihrer Krönung mit einem spanischen und einem hebräischen Gedichte; 136) cr sandte sowohl ihr, als auch ihrem Kanzler Adler-Salvius einige Exemplare dieser Poesien und schrieb seinem damals am schwe…

  12. 1861-01-01 · Heft 1 · page 148

    129 ersuchte er sie auch, wie er ihrem Günstling Vossius unter dem Siegel der Verschwiegenheit mittheilte, um Subvention zur Herausgabe seiner großen spanischen Bibel.140) Wissen wiLauch nicht, ob sie seinen Wunsch erfüllte, so ist es doch …

  13. 1861-01-01 · Heft 1 · page 149

    …esen, für einen Messias, der den Juden den sehnsüchtig erwarteten Zeitpunkt bringen sollte und wollte. Unverwandt hatte Menasse Ben Israel seinen Blick auf England gerichtet und den Verlauf der Staatsumwälzung, die Kriege und Siege der Jndependenten mit Span…

  14. 1861-01-01 · Heft 1 · page 150

    131 Schutz suchte und von dem Amsterdamer Juden, dem portugiesischen Residenten Geronimo Nun es da Costa für Rechnung des mitleidigen Johann IV. zwanzig tausend Ducaten entnommen hattet), so interessirte ihn doch anderes Theils der glücklic…

  15. 1861-01-01 · Heft 1 · page 151

    132 meines Vorhabens, indem es mir allemal dadurch sehr wahrscheinlich wurde, das zu erlangen, was ich suche, weil sie versicherten, daß^.zu jetziger Zeit die Gemüther der Menschen uns sehr geneigt wären, und daß wir ihnen aus dieser Insel …

  16. 1861-01-01 · Heft 1 · page 152

    133 schehen, liegt bei der Wichtigkeit und Bedeutung der Frage sehr nah. Die Alt-Engländer und Papisten erhoben ein Zetergeschrei und behaupteten, daß durch die Aufnahme der Juden England zu Grunde gehen müsse; die Jndependenten theilten di…

  17. 1861-01-01 · Heft 1 · page 153

    134 gewüthet und so abscheuliche Gesetze gegen sie erlassen hat, sie nun zurückrufe; wir müssen sie wieder aufnehmen, müssen ihnen alle mögliche Genugthuung verschaffen und dafür sorgen, daß sie in diesem Königreiche wieder zu Glanz und Ans…

  18. 1861-01-01 · Heft 1 · page 154

    135 dem Staatsrathe unter Beglückwünschung „zu der rühmlichen Freiheit und dem glücklichen Frieden, deren sich die Nation nunmehr zu erfreuen hatte", sein in diesem Jahre erschienenes Schristchen „Die Hoffnung Jsrael's" und sprach nicht und…

  19. 1861-01-01 · Heft 1 · page 155

    136 an John Franklin vom 29. Juli 1653 erhellt,15 7) unter lebhaften Debatten zum ersten Male zur Sprache. Die persönliche Anwesenheit Menasse's in London war von der äußersten Nothwendigkeit. Im October 1654 händigte er daher drei Generale…

  20. 1861-01-01 · Heft 1 · page 156

    137 Lebenszeit unter dem wohlthätigen Schuh und der Gunst der Herren-General-Staaten und des Magistrats von Amsterdam zugebracht habe, und trat endlich meine Reise nach England an." V. Menasse bestellte sein Haus und ging nach Beendigung de…